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Wirtschaft im Norden Der Witz des Jahres
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18:10 01.07.2017
Lübeck

Die Fed, ja, die Fed, die hat (wie die Partei) immer Recht. Fed-Chefin Janet Yellen meinte, aus welchen Gründen auch immer, zu unseren Lebzeiten werde es keine Finanzkrise mehr geben. Hilfe! Stehen wir etwa schon mit anderthalb Beinen im Grab? Oder was hat sie geraucht? Das hätte ich auch gerne probiert! Zumindest hoffe sie, dass so etwas nicht passiere und glaube auch nicht daran. Mit Wissen hat das aber wenig zu tun. Wichtig ist nur, dass die „Märkte“ ihren Worten glauben. Tun sie aber nicht. Die Börsen kamen unter die Räder.

Manchmal wird Glaube schnell von der Realität überholt. Geschichte ist zynisch. So glaubte Erich Honecker 1989, die Mauer werde in 100 Jahren noch stehen. Knapp ein Jahr später war sie weg und der Erich auch. Vor der letzten Finanzkrise 2007 meinten die da oben, die Probleme am Immobilienmarkt wären „contained“. Kurz danach fuhren sie in den Container. 1928/29 war das ähnlich, als US-Präsident Coolidge orakelte, Armut ein für allemal aus dem Land vertrieben zu haben und Wirtschaftsgott Irving Fisher meinte, die Aktienpreise würden nie mehr fallen (können). Dann krachte es. Ja, es ist schwierig, inmitten einer Spekulationsblase eine Blase erkennen zu können.

Man sollte Yellens Halluzinationen ernst nehmen, wenn man Geld an der Börse hat. Vielleicht war das der perfekte Ausstiegspunkt? Bislang gewittert es nur etwas. Letzte Woche hieß es noch, der fallende Ölpreis würde den Dax belasten. Ha! In dieser Woche stieg Öl und der Dax fiel weiter. Jetzt war der starke Euro der Auslöser. Reim Dich, oder ich fress’ Dich! Man hört so viel und nur wenig stimmt. Zufällig aber meinte die BIZ, die Notenbank der Notenbanken, man hätte nichts aus der Finanzkrise gelernt und heute wäre es noch viel schlimmer. Unsinn, denn diesmal ist alles ganz anders!

Ehrlich!

LN

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