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Deutsche Bahn feilt an letzten Details für die neue Belttrasse

Lübeck Deutsche Bahn feilt an letzten Details für die neue Belttrasse

Gleise sollen dichter an die Autobahn heran – In Haffkrug müssen zwei Häuser weichen – Bauunterlagen sollen Ende 2017 vorliegen – Unternehmer setzen auf Stärkung der Region.

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Die Bahn kommt: Schon bald sollen in Ostholstein Gleise für die neue Belttrasse verlegt werden.

Quelle: Fotos: Willnow, Gjs

Hamburg/Lübeck. Die Deutsche Bahn (DB) treibt ihre Planungen für eine neue Schienentrasse im Hinterland des geplanten Fehmarnbelttunnels mit Hochdruck voran. Nach Abschluss der Baugrund- und Umweltuntersuchungen läuft derzeit die Feinjustierung an der Trasse. Dabei prüft die Bahn nach Angaben einer Sprecherin, die Gleise noch dichter an die Autobahn zu rücken als zuletzt geplant. Fest steht auch, dass in Scharbeutz-Haffkrug (Ostholstein) zwei Wohnhäuser für die künftige Belt-Schiene weichen müssen.

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Gleise sollen dichter an die Autobahn heran – In Haffkrug müssen zwei Häuser weichen – Bauunterlagen sollen Ende 2017 vorliegen – Unternehmer setzen auf Stärkung der Region.

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Der Kreisbauernverband hatte im Auftrag betroffener Landwirte darauf gedrängt, die neue Trasse im Sinne möglichst geringen Landverbrauchs so eng wie möglich an die A 1 (Lübeck–Heiligenhafen) zu schmiegen. Dem will die Bahn in einigen Bereichen jetzt nachkommen. „Obwohl das aufgrund von vorgeschriebenen Mindestabständen zur Straße schwierig ist“, sagt Bahn-Sprecherin Maja Weihgold. In bestimmten Bereichen, beispielsweise in Großenbrode, würden die Gemeinde selbst auch noch über mögliche Trassen-Alternativen diskutieren.

Die betroffenen Bewohner von zwei Wohnhäusern in Haffkrug, die exakt dort stehen, wo die künftige Trasse verläuft, sind nach Auskunft der Bahn inzwischen angeschrieben worden. „Wir haben ihnen Gespräche angeboten“, teilte Weihgold mit. Aktuell erarbeitet die Bahn die Details für Brücken, Unterführungen und Straßenanbindungen. Diese Planungen seien sehr umfangreich und zeitintensiv. „Wir halten aber weiter an unserem Zeitplan fest, im kommenden Jahr abschnittsweise die Planfeststellungsunterlagen beim zuständigen Eisenbahn-Bundesamt einzureichen.“

Unterdessen trommelt die Baltic FS, ein Zusammenschluss von 20 Unternehmen aus der Region, weiter für einen schnellen Bau des Belttunnels. Eine Veranstaltung in der Lübecker Handwerkskammer forderte vor allem den Blick über den Tellerrand. Ziel müsse es sein, neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

Unternehmer Thilo Gollan, Mitgründer der Baltic FS, sagte, so wie die Stadt Neumünster durch die Anbindung an die A 7 an Attraktivität gewonnen habe, könnten auch Oldenburg oder Neustadt vom Tunnel profitieren. „Ich sehe mehr Chancen als Risiken“, erklärte Gollan. Das unterstrich Frank Burchardt, Geschäftsführer des gleichnamigen Oldenburger Transportunternehmens: „Wir sitzen direkt an der zukünftigen Trasse, und ich sehe für mein Unternehmen Arbeit.“

Gastredner Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, sagte: „Schleswig-Holstein kann aus dem Tal des Jammerns herauskommen.“ Er gehe davon aus, dass sich entlang der Trasse Unternehmen ansiedeln ließen und Arbeitsplätze entstüden. Je länger der Tunnelbau aber auf sich warten lasse, desto schwieriger werde es für einheimische Firmen, sich gegen ausländische Konkurrenten zu behaupten, warnte der Liberale. „Wir freuen uns darüber, dass wir aus den Landtagsfraktionen das Signal bekommen, dass man nicht gegen die Beltquerung, sondern mit der Querung die Wahl gewinnt“, sagte Baltic-Chef Mirko Schönfeldt. Der Fehmarnbelttunnel soll ab 2028 Puttgarden und das dänische Rødbyhavn verbinden.

Curd Tönnemann und Rüdiger Jacob

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