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Wirtschaft im Norden Deutsche-Bank-Chef lehnt Staatshilfen ab
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Deutsche-Bank-Chef lehnt Staatshilfen ab
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21:12 28.09.2016
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Berlin

. Die unter Druck stehende Deutsche Bank wehrt sich gegen anhaltende Spekulationen über Staatshilfen für das Institut. „Das ist für uns kein Thema“, sagte Vorstandschef John Cryan der „Bild“-Zeitung. Das Bundesfinanzministerium wies zudem einen „Zeit“-Bericht zurück, wonach die Regierung einen Notfallplan vorbereite. Die Deutsche Bank bringt derweil mit dem Verkauf des Versicherers Abbey Life ihren Konzernumbau voran.

Cryan wies auch Berichte und Spekulationen über angebliche Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über mögliche Hilfen zurück: „Ich habe die Bundeskanzlerin zu keinem Zeitpunkt um Hilfe gebeten. Ich habe auch nichts dergleichen angedeutet.“

Der Aktienkurs der Deutschen Bank war am Montag an der Frankfurter Börse auf ein historisches Tief gefallen, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, die Bundesregierung wolle dem Geldhaus keine Staatshilfen zukommen lassen. Die Deutsche Bank steht vor einer hohen Strafzahlung in den USA wegen Geschäften mit faulen Hypothekenpapieren. Das US-Justizministerium hat 14 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) gefordert.

Die Deutsche Bank hält dies für viel zu hoch und geht von einer deutlich niedrigeren Summe aus. Es sei von Anfang an klar gewesen, „dass wir diese Summe nicht zahlen werden“, versicherte Cryan in der „Bild“. Das Bekanntwerden der Forderung habe für „viel Unruhe gesorgt“.

Das Finanzinstitut hat für Rechtsstreitigkeiten etwa 5,5 Milliarden Euro zurückgestellt. Derzeit laufen weltweit etwa 8000 juristische Verfahren der Bank. Cryan schloss eine Kapitalerhöhung zum jetzigen Zeitpunkt aus.

Das Finanzinstitut gab gestern den geplanten Verkauf des britischen Versicherers Abbey Life bekannt. Der Lebensversicherungsfonds Phoenix Life soll diesen nach Angaben der Deutschen Bank für 1,085 Milliarden Euro erwerben. Der entsprechenden Vereinbarung müssen noch die Aufsichtsbehörden zustimmen.

LN

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