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Deutsche Kläger wollen 8,2 Milliarden Euro von VW

Braunschweig Deutsche Kläger wollen 8,2 Milliarden Euro von VW

Privatleute und Anleger ziehen vor Gericht – Musterverfahren frühestens im Oktober – Audi tiefer in Abgas-Skandal verstrickt als gedacht?.

Braunschweig. . Im Abgas-Skandal bei Volkswagen ist die Zahl der Schadenersatz-Klagen von Anlegern in Deutschland auf rund 1400 gestiegen. Insgesamt fordern die Kläger etwa 8,2 Milliarden Euro von dem Autobauer, teilte das Landgericht Braunschweig gestern mit. Die Anleger verlangen einen Ausgleich für die hohen Kursverluste, die sie im Zuge der Affäre um manipulierte Emissionswerte erlitten haben.

Bei den Klagen handele es sich überwiegend um Privatanleger. Hinzu kommen gebündelte Klagen von institutionellen Investoren sowie einer Investmentgesellschaft. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass unter anderem die US-Fondsgruppe Blackrock vor Gericht gegen VW vorgehen will. Auch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben wie bereits angekündigt Klage eingereicht. Sie fordern insgesamt 5,8 Millionen Euro von VW. Die USA haben den Autokonzern in Braunschweig auf 30 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Bei den Vorwürfen geht es darum, ob der Konzern nach dem Ausbruch des Skandals im September 2015 seiner Auskunftspflicht gegenüber Anteilseignern rechtzeitig nachgekommen ist. VW hatte erst Tage nach dem Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe über drohende finanzielle Konsequenzen informiert. Die Schadenersatz-Klagen der Kapitalanleger sollen alle gebündelt in Braunschweig verhandelt werden. Hierfür wird ein sogenanntes Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht angestrebt, das frühestens im Oktober starten soll.

Unterdessen berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung, dass die Volkswagen-Tochter Audi viel tiefer in die Dieselbetrugsaffäre verstrickt sei als bislang offiziell eingestanden. Demnach seien vier hochrangige Motorenentwickler des Unternehmens beurlaubt worden, weil sie eine illegale Software für den 3.0-l-TDI-Dieselmotor entwickelt haben oder davon gewusst haben sollen. Der VW-Aufsichtsrat hatte die Anwaltskanzlei Jones Day mit der Aufklärung des Diesel-Skandals beauftragt. Die Ermittler haben zahlreiche Unterlagen gefunden, die den Betrug belegen sollen.

LN

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