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Wirtschaft im Norden Deutschland gibt die erste Fünf-Euro-Münze heraus
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Deutschland gibt die erste Fünf-Euro-Münze heraus
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21:17 13.04.2016
Die neue Fünf-Euro-Münze hat einen blau schimmernden Ring aus Kunststoff, der vor Fälschungen schützen soll. Quelle: Fotos: Hoppe/dpa, Modrow (4)

Auf den ersten, flüchtigen Blick sieht die Münze mit dem Bundesadler auf der Rückseite aus wie ein Zwei-Euro-Stück. Doch der blaue Kunststoffring, der den inneren Metallkreis von dem äußeren Metallring trennt, sowie die stilisierte Erdkugel auf der Vorderseite machen das neue Fünf-Euro-Stück als Münze einzigartig. Nach acht Jahren Forschung in Bayern und Baden- Württemberg ist der neue, angeblich fälschungssichere „Heiermann“ im Umlauf. Im ersten Schritt sind 2,25 Millionen Stück hergestellt worden, 250000 davon in einer höherwertigen Prägequalität für die Sammler. Auch wenn das neue Geldstück hauptsächlich für diese Gruppe gedacht ist: Die Fünf-Euro-Münze ist zumindest in Deutschland nun ein reguläres Zahlungsmittel.

Der neue „Heiermann“ ist ab heute in einer Auflage von 2,25 Millionen im Umlauf.

„Da müsste ich erst einmal den Chef fragen, ob wir so etwas überhaupt annehmen können“, sagt Evelyn Resenhöfft, Verkäuferin am Kiosk „Paper Presse Tabak“ in der Ziegelstraße, als sie eine Abbildung des neuen Fünf-Euro-Stücks sieht. Von einem Freund habe sie schon von dem neuen Zahlungsmittel gehört, doch die 34-Jährige steht ihm generell kritisch gegenüber. „Wir haben hier schon so viel Kleingeld in der Kasse“, sagt Resenhöfft, „da brauchen wir jetzt nicht noch eine weitere neue Münze.“ Auch Christian Albaladejo, der aus Spanien kommt und in Lübeck eine Ausbildung macht, ist skeptisch: „Wir haben Ein- und Zwei-Euro-Stücke und einen Fünf-Euro-Schein — was soll denn dann noch ein Fünf-Euro-Stück?“, fragt der 21-Jährige. „Ich finde das unnötig.“

Während die einen sich wundern, würden sich die anderen darüber freuen, bald den Nachfolger des beliebten Fünf-Mark-Stücks öfter im Portemonnaie zu haben. „Das ist dann so ein bisschen wie früher“, sagt Kathrin Cibilsky. „Eine Erinnerung an D-Mark-Zeiten.“ Für Gerhard Tonn eröffnen sich auch praktische Möglichkeiten. „Ich könnte mir vorstellen, dass man damit dann wie früher am Automaten einfacher bezahlen könnte.“ Denn die Scheinannahme sorge da ja häufig für Probleme. Doch der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (bdv) teilt mit, dass die Geräte aufgrund der derzeit verhältnismäßig kleinen Stückzahl nicht umgerüstet würden.

Auch wenn es mit der Zahlung in der Praxis noch an manchen Stellen hapert, ist der Ansturm auf die Münze groß. Nicht nur habe die neue Technologie schon das Interesse im Ausland geweckt, wie Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) Anfang der Woche berichtete. Vor allem Sammler wollen sich unbedingt ein Exemplar des neuen Geldstücks sichern. „Aufgrund der hohen Nachfrage können Bestellungen für diese Münze nicht mehr angenommen werden“, heißt es auf der Webseite der offiziellen Verkaufsstelle für Sammlermünze der Bundesrepublik Deutschland.

In den Hauptfilialen Volksbank und der Sparkasse zu Lübeck wird das neue Fünf-Euro-Stück am Montag geliefert werden. „In welcher Stückzahl das passieren wird, ist aber noch unklar“, sagt Sparkassen-Sprecher Jörn Sanftleben.

Von Lena Modrow

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