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Die Golf-Fließbänder stehen still

Wolfsburg Die Golf-Fließbänder stehen still

Auseinandersetzung von VW mit zwei Zulieferern: Aufsichtsrat will vermitteln.

Wolfsburg. Der Streit mit zwei Zulieferern für Getriebeteile und Sitzbezüge hat Volkswagen gestern zum Stopp der Produktion bei seinem wichtigsten Modell Golf gezwungen.

Im Wolfsburger Stammwerk seien Bereiche zur Vorbereitung der Fertigung ausgesetzt worden, die entsprechende Logistik ruhe bereits, berichtete ein Konzernsprecher. „Schichten fallen dann ab Montag weg.“ In Zwickau wird die Montage des Golf und Passat zum Wochenbeginn ebenfalls heruntergefahren.

In einer Bekanntmachung an die Mitarbeiter in Wolfsburg hieß es, für betroffene Beschäftigte unter anderem in Montage, Karosseriebau, Lackiererei und Presswerk werde im Einvernehmen mit dem Betriebsrat Kurzarbeit geprüft. VW erwägt dies auch für die Standorte Braunschweig, Zwickau und Kassel. Im Passat-Werk Emden wurde schon für 7500 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Die Bänder der in Wolfsburg hergestellten Modelle Tiguan und Touran laufen dagegen weiter.

Grund für die Zwangspause ist ein Lieferstopp der Partnerfirmen ES Automobilguss und Car Trim aus Sachsen. „Wir arbeiten nach wie vor an einer Einigung“, erklärte VW. Das Unternehmen hatte angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die nötigen Teile zu erhalten. Die Zulieferer wiesen eine Verantwortung zurück, sie gaben VW die Schuld an der Entwicklung. Es soll um gekündigte Verträge gehen.

Der Produktionsstopp beim Golf soll laut VW zunächst bis einschließlich kommenden Sonnabend (27. August) gelten. Ob möglicherweise auch darüber hinaus Schichten gestrichen werden müssten, sei noch nicht abzusehen und hänge vom Verlauf der Gespräche mit den Zulieferern ab.

Niedersachsens Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies will in dem Streit vermitteln. Er werde mit seinem sächsischen Amts- und Parteikollegen Martin Dulig darüber sprechen, sagte der SPD-Politiker dem Radiosender NDR Info. „Diese Auseinandersetzung ist auch für das mittelständische Unternehmen in Sachsen nichts, wo man so einfach sagen kann, das geht so weiter“, meinte Lies. Aber auch im Interesse der VW-Mitarbeiter müsse der Konflikt rasch gelöst werden: „Wenn sich das lange hinzieht, mag ich über die Auswirkungen noch gar nicht nachdenken.“ Beide Seiten sollten sich an einen Tisch setzen.

Das Landgericht Braunschweig hatte am Freitag mitgeteilt, Volkswagen habe bereits alle nötigen Voraussetzungen für die Herausgabe der fehlenden Teile erwirkt. Es gebe einstweilige Verfügungen hierzu.

LN

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