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Wirtschaft im Norden Die Konjunktur brummt: Rekorde auf dem Arbeitsmarkt
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20:38 14.02.2018
In Deutschland gibt es immer mehr Jobs. Im vierten Quartal 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen auf den Rekordwert von 44,7 Millionen gewachsen.
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Wiesbaden

Das liefert eine gute Basis für die kommenden Monate, auch wenn sich das Wachstumstempo geringfügig abschwächte. Im dritten Vierteljahr hatte es noch ein Plus von 0,7 Prozent gegeben. „Das dritte Quartal konnte zwar nicht übertroffen werden – das hat aber auch niemand erwartet, nachdem die Produktion wegen vieler Feier- und Brückentage im Oktober schwach in das vierte Quartal gestartet ist“, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. „Alles spricht für einen sehr guten Start ins Jahr 2018.“ Die Auftragsbücher seien voll und die Stimmung der Unternehmen hervorragend.

Im Vorjahresvergleich legte das preisbereinigte BIP von Oktober bis Ende Dezember um 2,3 Prozent zu. Für das laufende Jahr hat die deutsche Wirtschaft nach Angaben der Statistiker bereits ein Plus von 1,0 Prozent sicher, selbst wenn sie in allen vier Quartalen nicht weiter wachsen sollte. Im vergangenen Jahr hatte Europas größte Volkswirtschaft um 2,2 Prozent zugelegt, bestätigte die Wiesbadener Behörde vorläufige Daten. Es war das stärkste Plus seit sechs Jahren.

Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Außenhandel. Nach den vorläufigen Berechnungen legten die Exporte stark zu. Die Erholung der Weltwirtschaft sorgt für steigende Nachfrage nach Waren „Made in Germany“. Deutschlands Exportunternehmen hatten 2017 das vierte Rekordjahr in Folge erzielt. Dazu trug auch der Aufschwung in der Eurozone bei. Dort wuchs die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal laut europäischem Statistikamt Eurostat um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die Konsumausgaben der Verbraucher, die in der Vergangenheit die Konjunktur angetrieben hatten, lagen in etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens GfK dürfte die Kauflust der Menschen in Deutschland aber auch in diesem Jahr eine wichtige Konjunktur-Stütze bleiben.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig. Im vierten Quartal 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf den Rekordwert von 44,7 Millionen gewachsen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das sei der höchste Stand seit der Wiedervereinigung.

Der Aufschwung sorgte zum Jahresende für einen weiteren Anstieg der Beschäftigungsverhältnisse mit Sozialversicherung. Gerade in der Dienstleistungsbranche wurden zusätzliche Kräfte regulär angestellt, während die Zahlen für geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige zurückgingen. Auch in der Industrie und am Bau wurden Extra-Jobs angeboten.

Hinzu kommt die Aussicht auf steigende Löhne. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer geht davon aus, dass die Tariflöhne nach dem deutlichen Plus in der Metall- und Elektroindustrie in diesem Jahr in der Gesamtwirtschaft um knapp 3 Prozent und im kommenden Jahr um gut 3 Prozent zulegen werden.

Inflation schwächt sich ab

Die Entwicklung der Energiepreise hat den Anstieg der Inflation zu Jahresbeginn gedämpft. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, teilte gestern das Statistische Bundesamt mit. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Im Dezember hatte die Jahresteuerungsrate noch 1,7 Prozent und im November 1,8 Prozent betragen. Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher erneut für Nahrungsmittel (plus 3,1 Prozent).

Friederike Marx

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