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Die Nachfrage nach Bank-Schließfächern steigt

Frankfurt am Main Die Nachfrage nach Bank-Schließfächern steigt

Viele Kunden haben Angst vor Einbrechern und bringen Gold und Wertpapiere in Sicherheit — Zahlen sind regional sehr unterschiedlich.

Frankfurt am Main. Bei vielen Geldinstituten werden einer Umfrage zufolge die Schließfächer knapp. Mehrere große Sparkassen und Genossenschaftsbanken registrieren eine hohe, teils deutlich steigende Nachfrage der Kunden, die Bargeld, Gold und andere Wertsachen sicher deponieren wollen. Bei einigen Häusern gibt es keinen oder kaum mehr verfügbaren Tresorraum, ergab eine Umfrage des „Handelsblatts“. Bei jedem vierten der befragten Kreditinstitute sind Schließfächer fast oder beinahe ausgebucht, berichtete die Zeitung. Als wesentlichen Grund für das große Interesse an Schließfächern führen mehrere Geldhäuser an, dass viele Kunden Angst vor Einbrüchen hätten und ihre Wertgegenstände nicht daheim aufbewahren wollen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr erneut deutlich angestiegen und hat einen Rekordwert erreicht.

Sie erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr 2014 um knapp zehn Prozent auf rund 167000 Fälle, wie die „Welt“ unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik für 2015 berichtet hatte.

Auch im Norden ist die Nachfrage nach Schließfächern gestiegen, aber nicht so extrem wie in den Metropolen. So meldet die Commerzbank Lübeck eine leicht steigende Nachfrage. Bei der Sparkasse Holstein (Eutin/Bad Oldesloe) ist die Anzahl der vermieteten Schließfächer im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent gestiegen. Die Institute in Schleswig-Holstein haben jedoch noch genug freie Schließfächer zu bieten. „In den meisten Filialen haben wir noch welche“, sagt Sabine Nosthoff von der Volksbank zu Lübeck. Für die Sparkasse Südholstein (Neumünster/Bad Segeberg) berichtet Imke Gernand von einer „sehr unterschiedlichen Auslastung im Geschäftsgebiet zwischen 40 und 95 Prozent“. Auch bei der Haspa in Hamburg sind noch Fächer frei. „Die Nachfrage ist seit längerer Zeit hoch“, erklärt Sprecher André Grunert. Man wolle dem Sicherheitsbedürfnis der Kunden nachkommen und halte insgesamt 200000 Schließfächer bereit.

Die Commerzbank berichtet in Hamburg und Lübeck ebenfalls von einer „leicht steigenden Nachfrage“. Aus Kundengesprächen wisse man, dass dahinter vielfach die Sorge vor Einbrüchen stecke, so Dagmar Baier. „Wir registrieren ein stärkeres Interesse vor allem zur Urlaubszeit und zu Beginn der dunklen Jahreszeit im Herbst“, berichtet Volker Schinkewitz von der Sparkasse Holstein. Offensichtlich rücke das Thema Sicherheit dann stärker in den Fokus der Kunden.

Kleine Schließfächer sind für die Aufbewahrung von Wertpapieren, Urkunden, Edelmetallen oder Schmuck gedacht. Auch Bargeld kann darin deponiert werden. In der Regel sind die Minisafes aber nur bis zu einem bestimmten Betrag versichert. jup

LN

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