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Wirtschaft im Norden Die Ostsee boomt zum Beginn der Sommerferien
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Die Ostsee boomt zum Beginn der Sommerferien
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10:53 25.07.2016
Volle Strände: An der Lübecker Bucht – hier in Timmendorfer Strand – hat die heiße Phase der Saison begonnen. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Belebte Promenaden, buntes Strandleben, ausgebuchte Quartiere: Der Tourismus an der Ostseeküste boomt. Allein in Travemünde stieg die Zahl der Übernachtungsgäste bis Juni im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 7,7 Prozent. Die Branche ist mehr als zufrieden. Und jetzt beginnen auch noch in den letzten Bundesländern die langen Sommerferien.

Ende kommender Woche haben damit alle 16 Bundesländer parallel schulfrei. „Die heiße Phase der Saison wird jetzt noch ein bisschen heißer werden“, sagt Grömitz’ Tourismuschef Olaf Dose-Miekley. Auch dort schnellten die Buchungszahlen in diesem Jahr schon um 48000 in die Höhe – und das nicht nur, weil zwei neue Hotels mit zusammen 700 Betten neu an den Start gingen, sagt Dose-Miekley. Dabei habe der Tagestourismus in der ersten Jahreshälfte noch unter dem schlechten Wetter gelitten. Die Tourismusagentur des Landes Tash spricht bereits jetzt von einer „exzellenten Auslastung“ der Quartiere im Norden.

30 Millionen Übernachtungen hatte SPD-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer als Langfrist-Ziel ausgegeben. Die 27-Millionen- Grenze werde man dieses Jahr ganz sicher wieder knacken, heißt es nun.

Natürlich machten viele Menschen derzeit auch aus Angst vor Terror und politischen Unruhen in weiter entfernten Regionen lieber Urlaub im eigenen Land, sagt Meyer. Ganz klar lockten aber auch die enormen Qualitätssteigerungen in den Tourismusorten mehr Menschen in den „echten Norden“. Das Land habe dafür in den vergangene Jahren ja viele Millionen Euro locker gemacht.

Ansiedlung neuer Hotels, Ausbau von Stränden und Promenaden: Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Hartmut Hamerich hebt die Leistungen in den Küsten-Kommunen hervor. Der Dünenstrand von Scharbeutz sei nur ein Beispiel dafür. „Wenn man solche Orte heute mit Aufnahmen von vor 30 Jahren vergleicht, merkt man, was sich alles zum Positiven entwickelt hat.“ Und es soll noch weiter gehen. Travemünde zum Beispiel beantragte gerade beim Land Fördergelder für die 7,7 Millionen Euro teure komplette Neugestaltung der Travepromenade. Zahlreiche Veranstaltungen entlang der Küste tun ein übriges, um Besucher anzulocken, die Jazz Baltica in Niendorf zum Beispiel, der Kitesurf-Worldcup auf Fehmarn, das „Ostsee in Flammen“ in Grömitz oder „Stars at the Beach“ und die Deutschen Beach-Volleyballmeisterschaften in Timmendorfer Strand.

Lob für einen vergleichsweise umweltschonenden Tourismus kommt selbst von Naturschützern. Verbesserungsvorschläge haben sie dennoch. „Es ist zu mühsam, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Tourismusorte zu kommen“, sagt Ingo Ludwichowski vom Nabu. Viele Menschen würden nur deshalb das Auto nehmen. Nur zwei Prozent der Strände seien zudem der Natur vorbehalten und für Wassersportler gesperrt. Gegen eine maßvolle Ausweitung sollten sich gerade die Badeorte nicht wehren. Ludwichowski: „Eine intakte Natur ist die Grundlage für jeden Tourismus.“

Zum Ferienbeginn gab es im Norden gestern lange Staus auf den Autobahnen. Besonders betroffen waren die A 7 sowie die A 20 vor dem Kreuz Lübeck.

Wolfram Hammer

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