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Die ersten Urlauber sind da: Doch viele Betten stehen leer

Lübeck Die ersten Urlauber sind da: Doch viele Betten stehen leer

Die Reisewelle rollt. Fünf Bundesländer haben Sommerferien. Tourismusorte an der Küste melden schwere Einbußen in der Vorsaison. Aber die Hochsaison ist beinahe ausgebucht.

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Familienzusammenführung am Travemünder Strand: Birgit (42) und Andreas (44) Lipka aus Berlin machen mit Sohn Peter (2,5 Jahre) Urlaub im Ostseebad. Lilo und Eio (beide 70) Weiß aus Kierspe im Sauerland sind zwei Wochen in Niendorf, fahren aber oft nach Travemünde.

Quelle: Foto: Roeßler

Lübeck. Die ersten Sommer-Urlauber sind da. Mit Kind und Kegel. An diesem Wochenende sind bereits fünf Bundesländer in den Sommerferien. Auf den Straßen Richtung Norden wird es eng. Bei den Urlauber-Betten noch nicht. Die Buchungslage sei nach zwei mäßigen Vorsommern und einem verregneten Frühjahr eher verhalten, heißt es aus vielen Badeorten an Nord- und Ostsee. Ausnahme sind die Topwochen der Hochsaison Ende Juli/Anfang August. Dann wird es an der Küste wieder brummen.

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„Mit den Temperaturen steigen auch die Buchungsanfragen.“ Christian Schmidt (Tash)

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„Wir liegen hinter dem Vorjahr“, gesteht Olaf Dose-Miekley, Tourismusdirektor in Grömitz (Kreis Ostholstein). Sein Ort verzeichnet bis Ende Mai 9,1 Prozent weniger Übernachtungen. Damit fehlen gegenüber 2012 rund 15 200 Gäste. „Und gefühlt kommt es einem noch schlechter vor“, bilanziert Dose-Miekley. Ob Camping, Segelboot oder Strand — Urlaubsstimmung sei bisher nicht richtig aufgekommen. Auch die Zahlen im Tagestourismus sind ähnlich ernüchternd.

An der Nordsee sieht es genauso aus. „Der lange Winter hat uns hereingerissen. Spontan-Urlauber sind bisher ausgeblieben“, erklärt Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin beim Nordsee-Tourismus-Service. Interessant allerdings: Betriebe, die in ein gutes Produkt investierten — etwa individuelle Angebote an den Gast — die punkteten auch, verzeichneten geringere Verluste.

„Qualität ist verstärkt ein Erfolgsrezept“, ist sich Höfinghoff sicher.

„Bisherige Saison bescheiden, Aussichten gedämpft“, sagt Schleswig-Holsteins Dehoga-Präsident Peter Bartsch. Wenn er von Qualitätsoffensiven hört — wie die kulinarische Strategie „Feinheimisch“ — bekommt er einen dicken Hals. „Dafür fehlt uns in diesem Jahr schlicht das Personal. Ich habe niemanden, der mir 20 Kilo Karotten am Tag schält.“ Immer häufiger müssten Gastronomen in diesem Sommer sogar auf eine Abendkarte verzichten. Leider.

Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) bestätigt den Trend, dass vom Gast zuerst die hochwertigen und teureren Angebote im Vier- und Fünfsterne-Bereich gebucht werden. Für den weiteren Saisonverlauf bleibt Tash-Geschäftsführer Christian Schmidt optimistisch: Mit den sommerlichen Temperaturen stiegen die Buchungsanfragen. Eine Einschätzung, die an der Ostseeküste geteilt wird. Die Betten-Belegung zur Hochsaison Ende Juli/Anfang August macht uns überhaupt keine Sorgen“, sagt Dose-Miekley (Grömitz). Ein Lichtblick ist auch Travemünde. Dass Seebad meldet rund um das Volks- und Seglerfest „Travemünder Woche“ und das „Holstentor Boule Turnier“ kaum noch eine freie Unterkunft. „Bereits Ende Februar waren für den Zeitraum vom 19. Juli bis 10. August 90 Prozent aller Ferienwohnungen vermietet. Das ist auffällig früh“, sagt Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing (LTM).

Curd Tönnemann

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Lübeck
Die Strandkörbe an der Ostsee stehen bereit. Foto: Carsten Rehder/Archiv

Die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein blickt vorsichtig optimistisch in die nächsten Wochen. Zu Beginn der Hauptreisezeit seien viele Orte an Nord- und Ostsee bereits gut gebucht, sagte der Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Marc Euler, der Nachrichtenagentur dpa.

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