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Wirtschaft im Norden Die neuesten Trends für Spielefans
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21:16 21.01.2016
Der Renner im Laden „Kinderkram“ in Lübeck: Inhaberin Bettina Ernst präsentiert die Biegepuppen „Little Friends“. Die kleinen Figuren aus Kunststoff sind geeignet für Kinder ab drei Jahre. Quelle: Fotos: Ulf-Kersten Neelsen

Im Laden „Kinderkram“ von Bettina Ernst finden Kinder alles, was ihre Herzen höher schlagen lässt. Holzspielzeug, Gesellschaftsspiele und kleine Puppen. Um ihr Sortiment weiter aufzustocken, macht sich Bettina Ernst am 27. Januar im größten Spieleparadies der Welt auf die Suche nach den neuesten Trends. Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist das Schlaraffenland für Innovationen und Trends. Bis zum 1. Februar präsentieren über 2800 Aussteller aus 67 Nationen neben 75 000 Neuheiten auch die Klassiker aus der Spielwaren-Branche. Eine Million Produkte werden vorgeführt.

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Der Renner im Laden „Kinderkram“ in Lübeck: Inhaberin Bettina Ernst präsentiert die Biegepuppen „Little Friends“. Die kleinen Figuren aus Kunststoff sind geeignet für Kinder ab drei Jahre.

Neben „Kinderkram Lübeck“, sind aus dem LN-Gebiet auch „Die Rappelkiste“ sowie die Unternehmen „Trullala Spielwaren GmbH“ aus Lübeck und „Gollnest & Kiesel“ aus Güster (Kreis Herzogtum Lauenburg) als größter Spielwarenhersteller im Norden dabei. Bettina Ernst fährt seit 24 Jahren nach Nürnberg, um für ihr Sortiment einzukaufen. „Das ist für mich die wichtigste Messe“, sagt sie. In ihrem Laden in der Lübecker City sind vor allem Gesellschaftsspiele gefragt. „Es wird in Familien wieder vermehrt gespielt. Das hat sich positiv entwickelt“, so Ernst. Auch „Toys for teens“ sind angesagt. „Spielzeug für große Kinder und Jugendliche liegen im Trend. Eltern wollen ihren Kindern Alternativen anbieten, um sie von den Spielekonsolen wegzulocken“, sagt sie.

In Nürnberg zeichnen sich drei große Trends ab. „Train your Brain“ fördert die Denkfähigkeit und geistige Fitness. Die Produkte rund um „Everyday Hero“ stärken Kinder darin, ihre Träume zu verfolgen und zu verwirklichen. Und „Design to Play“ befasst sich mit dem Spielzeug als Designobjekt. Klassiker wie Memory und Kniffel gibt‘s inzwischen auch als Apps fürs Handy. Die App-Spiele sind stellvertretend für die neue Generation, die wie selbstverständlich mit Smartphones und Tablets aufwächst.

Das Traditionsunternehmen „Gollnest & Kiesel“ aus Güster ist bereits zum 30. Mal dabei. Zum Jubiläum hat die Firma etwas „ganz Besonderes“ im Gepäck. Die Neuheit ist speziell für junge Draufgängerinnen. Die Figur „Peggy Diggledey“ wohnt auf einer Insel und ist für jedes Abenteuer zu haben. Pünktlich zur Eröffnung der Messe erscheinen drei Bücher über die Geschichte der Piratentochter. In Nürnberg werden die ersten Produkte aus Peggys Welt gezeigt. „Dort ist der direkte Zugang zum Markt“, sagt Sprecher Helmut Roloff. Der Veranstalter rechnet dieses Jahr mit 70 000 Besuchern aus 120 Ländern. Die deutsche Spielwarenbranche hat 2015 einen Rekordumsatz eingefahren. „Ende Dezember ging es im Spielwaren- Einzelhandel noch einmal richtig rund“, so Willy Fischel vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS). Die Händler hätten mit einem Plus von sechs Prozent abgeschlossen. Mit einem ähnlichen Wert rechnet auch der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI). Anfang Dezember waren beide Branchenverbände von bis zu vier Prozent Plus ausgegangen. Nach dem Endspurt im Weihnachtsgeschäft, das rund 40 Prozent des Jahresbranchenumsatzes ausmacht, dürfte nun mit einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro abgeschlossen werden.

Beke Zill

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