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Wirtschaft im Norden Diesel-Affäre jetzt auch bei Porsche
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21:12 27.07.2017
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Berlin

. Auch die VW-Tochter Porsche hat nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine illegale Abgas-Software in einem Diesel-Fahrzeug eingesetzt. Für europaweit 22 000 Fahrzeuge vom Typ Cayenne 3 Liter TDI werde ein Pflicht-Rückruf angeordnet, sagte Dobrindt gestern in Berlin. Außerdem werde ein Zulassungsverbot für diese Geländewagen erlassen, so dass keine weiteren Exemplare auf die Straße kommen, bis eine andere Software zur Verfügung stehe. Es sei eine Technik festgestellt worden, die erkenne, dass ein Fahrzeug auf einem Abgas- Prüfstand stehe, erläuterte Dobrindt. In Tests springe dann eine „Aufwärmstrategie“ an, die im realen Verkehr nicht aktiviert werde. Porsche verwendet für die Diesel-Variante des Cayenne Motoren der anderen VW-Tochter Audi. Dort hatten Tests ebenfalls eine unzulässige Abgas-Einrichtung bei einigen Modellen ans Licht gebracht. Die Software habe bewirkt, dass erkannt wurde, wenn das Auto auf einem Prüfstand war – dann wurden die Abgas-Reinigungssysteme angeschaltet.

VW will im Kampf gegen drohende Fahrverbote zusätzliche Dieselautos per Software-Update nachrüsten. Der Konzern werde anbieten, vier Millionen Fahrzeuge nachzubessern und damit deren Emissionen deutlich zu senken, sagte Vorstandschef Matthias Müller nach einem Treffen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Sie hält dennoch Fahrverbote wegen zu hoher Stickoxid-Werte weiter für möglich.

LN

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