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Wirtschaft im Norden Diesel-Affäre kostet Audi-Vorstand das Amt
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22:16 26.09.2016

. Diese Sätze dürfte Audi-Chef Rupert Stadler inzwischen wohl bereuen: „Stefan Knirsch ist mit dem Konzern und der technischen Entwicklung von Audi gut vertraut. Wir kennen ihn als kreativen und visionären Macher. Mit ihm werden wir gerade in dieser fordernden Situation durchstarten.“ So begründete der Manager im Dezember Knirschs Berufung zum Audi-Vorstand für Technische Entwicklung. Nun sieht es so aus, als hätte man den Bock zum Gärtner gemacht.

Stefan Knirsch (50).

Die Ingolstädter VW-Konzerntochter hat sich gestern von Knirsch getrennt. Denn die US- Kanzlei Jones Day soll bei ihren Untersuchungen zum Dieselskandal aufgedeckt haben, dass der 50-jährige Ingenieur von den Software- Manipulationen wusste. Auch Mitarbeiter sollen ihn belastet haben, verlautet aus dem Umfeld des VW-Konzerns. Audi teilte gestern lediglich mit, Knirsch „legt seine Funktion mit sofortiger Wirkung nieder und verlässt das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat“. Medien hatten bereits vor mehr als einer Woche über das bevorstehende Aus berichtet.

Vor Beginn der Automesse in Paris hat Audi das Thema damit erst mal abgeräumt. Aber es platzt mitten in Audis Verhandlungen mit den US-Behörden. Diese hatten in Audis Drei-Liter-Dieselmotor nicht erlaubte Software entdeckt. 85 000 Audis, Porsche Cayennes und VW Touaregs fahren damit in den USA umher. Audis Rückrufplan vom Februar reicht der US-Justiz nicht. Bis 24. Oktober muss Audi dem zuständigen Richter Charles Breyer in Kalifornien einen besseren Plan vorlegen.

LN

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