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Dieselantrieb aufs Abstellgleis: Regionalbahn soll grün werden

Kiel Dieselantrieb aufs Abstellgleis: Regionalbahn soll grün werden

Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah-SH) will emissionsarme Triebwagen über entsprechende Klauseln in den nächsten Ausschreibungen für den Personennahverkehr auf der Schiene erzwingen.

Eine Diesellok der Baureihe 233 - hier im Rangierbahnhof Nürnberg.

Quelle: Deutsche Bahn AG

Kiel. Betroffen ist auch das Netz Ost, dazu zählen die nicht elektrifizierten Strecken Lübeck–Lauenburg und Lübeck–Kiel. Bisher bestimmen auf diesen Verbindungen stinkende Dieselzüge das Bild. Der Bund plant – anders als auf der Fehmarnbeltroute – keine Elektrifizierung.

SPD-Verkehrsminister Reinhard Meyer sieht in der Initiative „eine große Chance, die Energiewende auf der Schiene voranzutreiben“. Ziel seien Schienenfahrzeuge, die bei Energieeffizienz und Antriebstechnik „über den heutigen technischen Stand hinausgehen“. Minimalanforderung ist ein Hybrid-Antrieb (Batterie und Dieselmotor kombiniert). Angestrebt werden wasserstoffbetriebene Züge, die in Erprobung sind. Es handele sich um ein „herausragendes Projekt der Landesregierung“, gerät Meyer ins Schwärmen und träumt von einer bundesweiten Vorreiterrolle.

Schleswig-Holstein will für die Bahnnetze Ost und Nord in einem ersten Schritt eine Flotte von insgesamt 50 Fahrzeugen auswählen. Das Netz Ost wird 2019 neu ausgeschrieben, das Netz Nord 2021. Die innovativen Triebzüge sollen separat durch ein vorgelagertes Vergabeverfahren bereitgestellt werden.

Vorgespräche mit mehreren Fahrzeug-Herstellern seien positiv verlaufen, sagt Claudia Kolbeck von Nah-SH. Gleichwohl hält sich der Verkehrsverbund eine Hintertür offen: Eine spätere Umrüstung der Triebwagen auf neue Antriebstechniken solle möglich sein. Den Zuschlag erhalte am Ende das wirtschaftlichste Angebot. Da die neue Fahrzeuggeneration auf dem Markt noch nicht vorhanden sei, behalte sich das Land vor, „die Ausschreibung aufzuheben, wenn keine geeigneten oder finanzierbaren technischen Lösungen gefunden werden“.

Die CDU-Landtagsfraktion hält es für übertrieben, dass sich der Verkehrsminister auf die eigene Schulter klopft. „Dass heute möglichst emissionsarme Triebzüge eingesetzt werden, ist Standard“, sagt Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp.

Während sich das Land mit Zukunftsplänen beschäftigt, hat die Deutsche Bahn aktuell andere Sorgen. Neue Störfallpläne, die Kunden nicht mehr in „Salamitaktik“ über Zugausfälle informieren, sind offenbar zu starr. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Anita Klahn hervor. Nachdem am 20. Juni zwischen Ahrensburg und Bad Oldesloe ausgebrochene Pferde die Gleise blockiert hatten, war der Zugverkehr für zweieinhalb Stunden eingestellt worden.

18 Züge im morgendlichen Berufsverkehr fielen aus. Die Tiere aber waren längst eingefangen. Ein Bahnsprecher erklärte, eine Rücknahme des Konzepts hätte für mehr Verwirrung gesorgt. Gleichwohl kündigte die Bahn an, festgestellte Schwachstellen in der Kommunikation verbessern zu wollen.

Von Curd Tönnemann

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