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Wirtschaft im Norden Dieselautos: Nachrüstung unsinnig?
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Dieselautos: Nachrüstung unsinnig?
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18:17 23.09.2017
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München/Karlsruhe

Der Karlsruher Motorenbau-Professor Thomas Koch hält eine Hardware-Nachrüstung alter Dieselautos für unsinnig. Bei Nachrüstlösungen „kann man die Uhr danach stellen, bis sich in der Flotte Systemausfälle einstellen würden“, sagte Koch. Sicherheitsrelevante Teile, das elektrische Bordnetz, Partikelfilter und vieles mehr seien betroffen. Den Stickoxid-Ausstoß durch Nachrüst-SCR-Katalysatoren mit Harnstofftanks zu senken, mache die Autos schlechter und sei keine seriöse Lösung.

Laut ADAC könnten in ein Dutzend Modellreihen mit Euro-5-Dieselmotoren nachträglich Euro-6-SCR-Katalysatoren eingebaut werden, da der erforderliche Bauraum vorhanden sei. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums Landshut: „Diese Abgasreinigungssysteme liegen also im Ersatzteilregal, sind zugelassen und können verbaut werden, weil sie auf die Automodelle angepasst wurden.“ Aber auch das seien „Bastellösungen“, kritisierte Koch, der das Institut für Kolbenmaschinen am Karlsruher KIT leitet. „Da gibt es an 100 Ecken und Enden Fragen.“

Die Autoindustrie lehnt nachträgliche Umbauten wegen des technischen und wirtschaftlichen Aufwands ab, bietet stattdessen Umtauschprämien für alte Dieselautos sowie Software-Updates an, die den Stickoxid-Ausstoß senken sollen.

LN

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