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Dräger startet mit Verlusten ins neue Geschäftsjahr

Lübeck Dräger startet mit Verlusten ins neue Geschäftsjahr

Die Negative Geschäftsentwicklung setzt sich fort — Dividende wird am Mittwoch bei der Hauptversammlung in der Lübecker MuK sein.

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Quelle: Wolfgang Maxwitat

Lübeck. Nach einem enttäuschenden Jahresabschluss für 2015 hat auch das neue Jahr für die Drägerwerk AG schlecht begonnen. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen im ersten Quartal ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von minus 15,7 Millionen Euro (erstes Quartal 2015: plus 1,1 Millionen Euro). Die Ebit-Marge sank von plus 0,2 Prozent im Vorjahreszeitraum auf minus 2,9 Prozent. Das Ergebnis nach Ertragssteuern belief sich auf minus 13,6 Millionen Euro (Vorjahresquartal: minus 3,1). Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz waren rückläufig, teilte das Unternehmen für Medizin- und Sicherheitstechnik gestern bei Vorlage der Zahlen fürs erste Quartal mit.

Der Auftragseingang sank demnach in den ersten drei Monaten nominal um 2,5 Prozent auf 599,6 Millionen Euro (erstes Quartal 2015: 615,3 Millionen Euro), der Umsatz sank um 2,4 Prozent auf 532,4 Millionen Euro (erstes Quartal 2015: 545,5 Millionen). Währungsbereinigt legten Auftragseingang und Umsatz leicht um 0,2 Prozent zu, weshalb Dräger trotz allem eine „stabile Entwicklung“ sieht.

„Die Geschäftsentwicklung im traditionell schwachen ersten Quartal war aufgrund des geringen Auftragsbestands Ende 2015 wie erwartet verhalten“, sagte Stefan Dräger, der Vorstandsvorsitzende der Drägerwerk Verwaltungs AG. Die Aufwertung des Euro gegenüber anderen wichtigen Konzernwährungen hatte einen deutlich negativen Effekt. Erfreulich sei, dass das Gegensteuern Wirkung zeige. Die Funktionskosten seien um vier Prozent gesunken. In Europa ging der Auftragseingang währungsbereinigt zurück, während der Umsatz leicht anstieg. „Auf dem deutschen Markt wurde allerdings bei beiden Größen ein Zuwachs erzielt“, erklärte Dräger-Sprecher Peter Müller auf Anfrage. In der Region Amerika verzeichnete Dräger mehr Aufträge, während der Umsatz sank, insbesondere in Mexiko und den USA.

Eine ähnliche Entwicklung habe es in Afrika, Asien und Australien gegeben.

Für 2016 erwartet Dräger unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen null und 3,0 Prozent und eine Ebit-Marge zwischen 3,5 und 5,5 Prozent.

Mit Spannung wird heute die Dräger-Hauptversammlung in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) erwartet. Hauptthema der Aktionäre wird der drastisch gekürzte Dividendenvorschlag sein. Dräger will nur noch 19 Cent Dividende für Vorzugsaktien und 13 Cent für Stammaktien ausschütten. Die Deutsche Balaton AG, die gut zehn Prozent der Genussscheine hält, fordert in einem Gegenantrag 14,05 Euro je Vorzugsaktie und 13,99 Euro je Stammaktie. In einer Stellungnahme hat Dräger das bereits abgelehnt. C. Risch

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