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Wirtschaft im Norden Dübel-Erfinder Artur Fischer ist gestorben
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Dübel-Erfinder Artur Fischer ist gestorben
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21:15 29.01.2016

Artur Fischer (Foto) ist tot. Der Erfinder der gleichnamigen Dübel, die in kaum einem Werkzeugkasten fehlen, starb am Mittwoch mit 96 Jahren im Kreise seiner Familie. Der Dübelkönig aus Schwaben trug aber noch einen weiteren Spitznamen, der auf seine weitere Leidenschaft verwies: Daniel Düsentrieb. Fischer gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Erfinder, er meldete mehr als 1100 Patente und sogenannte Gebrauchsmuster an. Mit dieser Vielzahl an Erfindungen war er seit langem eine Legende. Von der heutigen Welt der spezialisierten Ingenieure hob er sich vor allem dadurch ab, dass er für verschiedene Alltagsprobleme Lösungen fand.

Der Sohn des Dorfschneiders, der bis zuletzt in seiner Heimatregion lebte, fing mit dem Erfinden schon als Schuljunge an. In der „Zeit“ erinnerte er sich mal daran, wie er als Schüler ein Aquarium baute — für die Heizung besorgte er sich beim Apotheker Röhren. Er habe den Preis um die Hälfte heruntergehandelt. „Das war meine erste kaufmännische Handlung.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg war der erste Massenerfolg für den Erfinder und Unternehmer ein Blitzgerät für Fotoapparate, das die feuergefährlichen Pulverblitze ablöste. Agfa gab dem jungen Unternehmer einen Großauftrag zum Bau des von ihm erfundenen Blitzgeräts, das mit 13 Millionen verkauften Geräten ein gigantischer Erfolg wurde. 1958 gelang ihm seine mit Abstand bedeutendste Erfindung: der Fischer S-Dübel. Heute zählt das Mittelstandsunternehmen 4100 Mitarbeiter in 32 Ländern, 2014 belief sich der Umsatz auf 661 Millionen Euro. Fischer tüftelte auch immer wieder mit großer Leidenschaft für die Kleinsten. Seine Bausätze mit Fischertechnik sind legendär.

LN

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