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EU-Kommission will Lang-Lkw grenzüberschreitend fahren lassen

Berlin EU-Kommission will Lang-Lkw grenzüberschreitend fahren lassen

Kritiker befürchten Einbußen für den Schienentransport.

Berlin. Der Streit um die Lang-Lkw geht in eine neue Runde. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat vorgeschlagen, dass die bis zu 25,25 Meter langen Laster künftig grenzüberschreitend innerhalb der EU fahren dürfen, sofern die Staaten einverstanden sind. Gegner der „Monstertrucks“, wie der Grünen-Verkehrsexperte Michael Cramer oder Dirk Schlegel von der Allianz pro Schiene, gehen auf die Barrikaden. Sie sehen in dem Vorstoß „in Wahrheit den Einstieg in die EU-weite Einführung“ der Riesen-Laster. In einer Studie zum Einsatz der langen Brummis in Schweden, wo sie bereits seit Ende der 80er Jahre unterwegs sind, werden vor allem negative Auswirkungen für den Gütertransport auf der Schiene sowie den Anstieg der Treibhausgasemissionen angeführt.

Die Praxiserfahrungen aus Schweden zeigten, dass die um sechs Meter längeren Lkw dem Schienenverkehr schadeten, sagte Flegel bei einer Expertenanhörung des EU-Verkehrsausschusses in Brüssel. Der Transportanteil auf der Schiene sackte auf einen Tiefststand von 30 Prozent ab, der Straßengüterverkehr erreichte dagegen 58 Prozent. Außerdem verbillige sich mit den Lang-Lkw der Straßengüterverkehr um 25 Prozent und jage damit der Bahn dort Marktanteile ab, wo die ihre Stärken hat — im Langstrecken- Güterverkehr. Andreas Scheuer, CSU-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hält dagegen, dass die längeren Transporter umweltfreundlich seien: „Wo heute drei Lkw pro Tag unterwegs sind, sind es im Feldversuch nur zwei Lang-Lkw.“ In Deutschland steckt der Feldversuch mit den Lang-Lkw noch in den Kinderschuhen. Seit Beginn der Testfahrten Anfang 2012 seien gerade mal 25 Fahrzeuge im regelmäßigen Einsatz. Noch in diesem Jahr will das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob Lang-Lkw weiterhin auf deutschen Straßen getestet werden dürfen.

rz

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