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Ein Kampf mit scharfen Klingen

Ein Kampf mit scharfen Klingen

Konkurrenz rüstet zum Angriff auf die Rasur-Riesen Gillette und Wilkinson Sword.

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Frankfurt am Main. Die traumhaften Gewinnaussichten auf dem Markt für Nassrasierer locken immer mehr Mitspieler an. Noch dominieren die beiden US-Konzerne Procter & Gamble und Edgewell mit den scharfen Klingen ihrer Marken Gillette und Wilkinson Sword die Branche. Sie halten schätzungsweise 80 Prozent des gesamten Nassrasierermarktes in ihrer Hand. Doch angesichts der traumhaften Gewinnaussichten bringen sich immer mehr Mitspieler in Stellung, um den Kampf um dieses als besonders luktrativ geltende Segment aufzunehmen.

So will etwa der Britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever, den man von Marken wie Dove oder Axe kennt, Gerüchten zufolge eine Milliarde US-Dollar (885 Mio Euro) für die Übernahme des Rasierer-Start-ups Dollar Shave Club aus Kalifornien hinblättern. Der Preis entspräche dem Fünffachen von dem, was das 2012 gegründete Unternehmen in diesem Jahr als Umsatz eingeplant hat. Die Investition könnte sich schon bald auszahlen, glaubt das Analysehaus Bernstein Research.

Denn Männerpflege ist schon lange kein zartes Pflänzchen mehr. Die Marktforscher Euromonitor und Bloomberg Intelligence beziffern das Umsatzvolumen weltweit auf mehr als 47 Milliarden US-Dollar. Mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 3,3 Prozent wachse das Herrensegment schneller als der allgemeine Kosmetikmarkt. Ausgesprochen lukrativ ist dabei der Bereich Rasierer. Rossmann und dm bauen seit Jahren ihre Sortimente kontinuierlich aus und das nach eigenen Angaben mit Erfolg. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden“, heißt es bei Rossmann.

Deutsche Start-ups wie Mornin’ Glory oder Shave-Lab werben damit, dass die Kunden Geld sparen, weil beispielsweise Händlerkosten wegfallen oder teure Werbung. Wer sich einmal online registriert hat, bekommt die Klingen im Abo zugeschickt – je nach Rasierrhythmus und Bartwuchs einmal im Monat oder seltener.

Ein relativer Neuling auf dem Feld ist Beiersdorf. Nach ersten Testläufen in Deutschland und Österreich plant der Nivea-Hersteller nun, sein Rasierer-Sortiment weiter auszurollen. Bislang sind die Hamburger nur mit Damen-Rasierern am Start – auch „um den Löwen (Gillette) nicht gleich zu sehr zu reizen“, betont Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich. Doch das muss nicht so bleiben. „Wir haben auch noch nicht alles gezeigt, da ist noch einiges zu erwarten.“ In Cincinnati, dem Firmensitz von Procter & Gamble, beobachtet man das Gebaren der Konkurrenten genau und lässt auch schon mal die Muskeln spielen. 2015 hatte der Konzern Patentklage gegen genau jenes Start-up eingereicht, das nun von Unilever einverleibt wurde.

LN

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