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Eine Crew im Aufwind

Hamburg Eine Crew im Aufwind

Air Hamburg fliegt als größte deutsche Privatcharter-Fluggesellschaft auf Erfolgskurs. Air Hamburg ist Deutschlands größte Privatchartergesellschaft.

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Flugzeuge am Hamburger Flughafen.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. Linienfliegen sei wie Busfahren, sagt Mike Ulka. Er allerdings hat sich 2008 für die Limousinenklasse entschieden: Der 44-jährige Pilot ist COO (Chief Operating Officer) von Air Hamburg. Deutschlands größter Privatchartergesellschaft. Als Mitglied des Managements ist er dafür zuständig, die Geschäftsprozesse zu optimieren; ein gutes Drittel seiner Arbeitszeit ist Ulka aber auch als Copilot an Bord, kümmert sich um einen reibungslosen Service und pflegt den direkten Kontakt zu den Passagieren.

Air Hamburg bringt seine Fluggäste in Privatjets zu den gewünschten Destinationen. Geschäfts- und Privatleute aus Europa, England, Russland und dem Nahen Osten machen einen Großteil der Kunden aus, aber auch Fußballer und Stars gehören zu den Passagieren von Air Hamburg. Die Airline hat Aufwind wie kaum ein anderes Unternehmen der Luftfahrtbranche und wächst exponentiell. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat die junge Privatchartergesellschaft ihren Umsatz mehr als verdoppelt.

„Wir sind hochflexibel und immer verfügbar – das macht uns so erfolgreich“, sagt Mike Ulka. Fliegen ist seine Leidenschaft, das hat der COO mit den Gründern der Air Hamburg, Floris Helmers und Alexander Lipsky, gemeinsam. Helmers und Lipsky kennen sich schon seit ihrem 13. Lebensjahr vom Flugplatz Uetersen. Schon als Heranwachsende fasziniert von der Fliegerei, machten sie erst ihre Segelflug-, dann die Privatpilotenlizenz und übernahmen 2001 die Flugschule.

Sie ist die Wurzel des Erfolgs, denn zu den Flugschülern gehörten auch Geschäftsleute aus Hamburg mit Ferienhäusern auf Helgoland und den Nordseeinseln. „Die haben wir öfter mal mit einer Propellermaschine als Lufttaxi ins Wochenende gebracht – daraus ist dann die Idee entstanden, eine Airline für die Inselfliegerei zu gründen“, erzählt Floris Helmers. Auf der Linie Hamburg-Sylt hätten sie recht gut situierte Kunden geflogen, und darunter auch einen Investor, der den jungen Flugkapitänen 2006 ein verlockendes Angebot machte: „Ich stelle euch einen Jet auf den Hof.“

Es war der Start eines Geschäftsmodells, nach dem Air Hamburg noch immer arbeitet: Finanzkräftige Investoren finanzieren Ankauf und Wartung der Privatjets, die sie der Airline als Chartermaschinen zur Verfügung stellen. Diese zahlt den Investoren einen festen Preis für jede Minute, die das Flugzeug im Einsatz ist und garantiert als Sicherheit eine Mindestabnahme. Je mehr Stunden eine Maschine in der Luft ist, desto rentabler ist sie für den Eigentümer. „Das funktioniert sehr gut“, sagt Floris Helmers und wundert sich noch immer ein wenig über den steilen Aufstieg seiner Jets auf dem Markt der Privatcharterer. Fast 20000 Flugstunden hat Air Hamburg im vergangenen Jahr absolviert und insgesamt mehr als eine Million Meilen zurückgelegt.

Die Fluggesellschaft expandiert in einen anspruchsvollen Markt hinein. Wer einen ganzen Jet mit sechs bis 13 Plätzen chartert, vermeidet in Zeiten eines erhöhten Risikos terroristischer Anschläge große Menschenmengen bei der Flugabfertigung, hat keine Wartezeiten beim Sicherheitscheck, ist unabhängig von Verspätungen oder Flugausfällen.

In diesem Business gilt: Zeit ist Geld! Für die Kunden ebenso wie für die Airline. Durch den Ankauf von acht Legacys seit 2013 hat Air Hamburg seine Reichweite bis in den Nahen Osten und damit auch seinen Kundenstamm noch einmal deutlich ausgebaut.

Ein wandfüllender Bildschirm im Operation Control Center in der Hamburger Firmenzentrale in Hamburg-Bahrenfeld zeigt, wo sich die Jets gerade befinden. Das OCC ist die Steuerzentrale, das Gehirn des Unternehmens, ein rund um die Uhr summender Bienenstock. „Es ist ein Riesenaufwand, die Maschinen immer in der Luft zu halten – wir nennen das: Leben in der Lage“, erklärt COO Mike Ulka. „Die Jets haben keine feste Station, an die sie zurückkehren. Wir versuchen, sie nach Verfügbarkeit und möglichst vom jeweiligen Standort zu verkaufen und Leerflüge zu vermeiden.“ Der Verkauf der Flüge läuft weitestgehend über Broker und die Internetplattform Avinode. „Ansonsten ist hier alles handmade“, sagt Ulka mit Stolz – eine immense Koordinationsleistung, die der Airline allerdings auch Rekordflugzeiten beschert.

Die Firmengründer Floris Helmers und Alexander Lipsky, die vor vielen Jahren schon eine gemeinsame Bruchlandung überstanden haben, als sie mit einer Cessna über den Pyrenäen in Abwind gerieten, wollen den aktuellen Aufwind nutzen und suchen dringend nach Personal – Sales Manager, Piloten, Sachbearbeiter –, um weiter an Höhe zu gewinnen: Zwei weitere Legacys werden noch in diesem Jahr die Flotte und Reichweite der Airline vergrößern.

Hier geht es zum virtuellen Rundgang:

https://air-hamburg.de/images/360/D-ALOA/

Regine Ley

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