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Wirtschaft im Norden Eine „draghische“ Woche fürs Geld
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Eine „draghische“ Woche fürs Geld
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20:15 05.04.2014

Der DAX hatte sich extra aufgebretzel für den Auftritt von DJ Draghi, dem Chef der EZB-Geldmixer. An den Börsen roch es nach Geld und bunten Pillen, die den DAX verrückt machen, Experten wirr und die Sparer zornig. Das Problem: Angeblich fallende Preise und ein zu hoher Euro trotz Eurokrise. Doch der Meister des Geldes lieferte nichts, auch keine Zinssenkung.

DJ Draghi wäre kein Star, hätte er nicht doch etwas im Plattenkoffer mitgebracht. Dann fiel das Zauberwort: "Quantitative Easing"- also die Absicht, Schuldenpapiere aufzukaufen und später auch gebrauchte Fahrräder und Socken. Sollten Sie etwas Müll herum liegen haben, Draghi kauft ihn mit frischem Geld.Berechnungen zeigen, eine Billion frische Euros würde die Teuerung um 0,2 bis zu 0,8 Prozent treiben. Dem Euro wurde schlecht.

Börsen lieben Zeichen für Inflation. Wenn sich die Menge der Euronen verdoppelt und damit ihre Kaufkraft halbiert, verdoppelt sich der DAX auf 20.000 Punkte. Dann kostet er die doppelte Menge. Ganz einfach. Geldentwertung ist eine politische Strategie, schrieb Ludwig von Mises. Von daher sind Notenbanken keine Währungshüter. Offiziell sprechen sie von stabilem Geld, wenn sie die Kaufkraft jährlich um zwei Prozent schreddern.

Geld taugt damit nur noch kurzfristig als Wertspeicher. Es hat keinen Wert, nur einen Preis, dem man ihm zubilligt. Weg damit! Ausgeben! Es tauschen in Krempel oder etwas Beständiges wie Aktien, Immobilien oder Gold, statt es unverzinst auf dem Konto vergammeln zu lassen. Der Trend ist intakt. Die nächste Party wartet schon und das Aufbretzeln an den Börsen geht weiter.

• Weitere Analysen von Frank Meyer

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www.LN-online.de/frank_meyer

LN

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