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Einzelhandel erwartet ein Rekord-Weihnachtsgeschäft

Kiel/Berlin Einzelhandel erwartet ein Rekord-Weihnachtsgeschäft

Weil Erspartes keine Zinsen abwirft: Verbraucher in Kauflaune wie nie – Pro-Kopf-Ausgaben liegen bei 239 bis 477 Euro.

Kiel/Berlin. So viel Optimismus war lange nicht: Der Einzelhandel rechnet mit einem Rekord-Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze würden erstmals die Marke von 90 Milliarden Euro knacken, heißt es beim Handelsverband Deutschland (HDE). Das bedeutete eine Steigerung von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund: Die Zahl der Arbeitslosen ist gesunken, die Binnenkonjunktur anhaltend stabil, die Verbraucher haben Geld in der Tasche. Nicht ganz so enthusiastisch fallen die Erwartungen des stationären Handels aus. Mit den höchsten Zuwächsen nämlich wird im Online-Handel gerechnet.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert Pro- Kopf-Ausgaben in Höhe von 470 Euro für Weihnachtsgeschenke. Meinungsforscher sehen eine Spanne zwischen 239 und 477 Euro. Die hohen Erwartungen der Geschäftsleute gründen sich auch darauf, dass das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr eine Woche länger dauert als im kalendarisch schlechtesten Fall: Nach dem vierten Advent kann noch eine volle Woche geshoppt werden. Zum Weihnachtsgeschäft zählt der Handel die Umsätze im November und Dezember. Laut Wirtschaftsberatung Ernst&Young wird die Hälfte der Geschenke bereits in diesen Wochen gekauft.

„Die Stimmung bei den Verbrauchern ist gut“, sagt Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Nord, positive Vorzeichen. Der Dachverband der Einzelhändler in Schleswig-Holstein stützt diese Aussage unter anderem auf eine Umfrage des Ifes- Instituts. Danach wollen knapp ein Viertel der Verbraucher mehr Geld für Geschenke ausgeben als im Vorjahr.

Allerdings zeigen sich kleinere Betriebe weniger optimistisch als Großbetriebe, was Umsatzerwartungen angeht. Ob Bekleidungs- und Schuhgeschäfte gut abschneiden, werde stark vom Wetter abhängen.

Böckenholt: „Kälte und Schnee wären hilfreich.“

Gerd Kooske, Geschäftsführer von Karstadt Lübeck, sagt dagegen: „Textilien laufen bereits klasse.“ Auch der Umsatz von Süßwaren habe stark angezogen. Die Stimmung der alten und neuen Ladenbesitzer sei prächtig, berichtet Centermanager Sascha Warnken über das erste Weihnachtsgeschäft im erweiterten Citti-Park Lübeck. Den ersten großen Andrang erlebt das festlich geschmückte Einkaufszentrum bereits in diesen Tagen.

Weil Sparen kaum lohnt, werde das Weihnachtsgeschäft profitieren, sagen gleich mehrere Marktforscher voraus. Das Geld im Portemonnaie sitze locker.

Auf den Wunschzetteln ändert sich offenbar nicht viel. Einer Umfrage der Beratungsfirma Deloitte zufolge stehen bei Erwachsenen Geld, Bücher und Gutscheine oben auf der Liste, bei Kindern und Jugendlichen sind es Spielzeug und Unterhaltungselektronik. Geschenke im Internet zu bestellen, gewinnt weiter an Beliebtheit. Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wollen 51 Prozent der Deutschen mindestens ein Geschenk im Netz erwerben. Curd Tönnemann

LN

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