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Elektroautos haben noch einen Mini-Marktanteil

Berlin Elektroautos haben noch einen Mini-Marktanteil

Weniger als ein halbes Prozent aller Autos wird mit Strom angetrieben — Experten: Käufer sollten auf die Reichweite achten.

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Berlin. Elektroautos sind bislang kaum auf deutschen Straßen unterwegs: 25000 reine E-Fahrzeuge und 130000 Autos mit Hybrid-Motoren, die sowohl mit Strom als auch mit Benzin betrieben werden, zählte das Kraftfahrtbundesamt 2015. Zum Vergleich: Insgesamt rollten 2015 etwa 45,1 Millionen Pkw auf deutschen Straßen. Der Elektroanteil lag also bei nicht einmal einem halben Prozent.

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Weniger als ein halbes Prozent aller Autos wird mit Strom angetrieben — Experten: Käufer sollten auf die Reichweite achten.

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Auch die deutschen Hersteller halten sich bislang zurück. Etwa 30 Elektrofahrzeuge bieten sie inzwischen als Serienmodelle an. Das geht aus Angaben des Verbands der Automobilindustrie hervor. Zu Elektrofahrzeugen werden dabei auch Hybridautos gezählt. Reine Elektroversionen ohne Benzinunterstützung sind noch rar: Allein BMW hat ein Elektroauto im Programm, das ausschließlich als solches gedacht ist. Andere Hersteller haben den E-Motor bislang nur als Variante im Angebot: bei Volkswagen sind das beispielsweise E-Golf und E-Up, bei Daimler B-Klasse und Smart. Einige Hersteller planen aber in den nächsten Jahren reine E-Modelle: Opel will seinen bislang hybriden Ampera 2017 vollelektrisch auf die Straße schicken. Audi folgt 2018 mit einem Elektro-SUV, auch Daimler will dann ein reines E-Modell mit einer Reichweite von 400 bis 500 Kilometern auf den Markt bringen.

Wer sich ein Elektroauto anschaffen möchte, sollte vor dem Kauf den Aktionsradius des Fahrzeuges genau unter die Lupe nehmen. „Autofahrer sollten vor dem Kauf des favorisierten E-Autos ihre persönlichen Stammstrecken Probe fahren, um sicher zu gehen, dass die Reichweite genügt“, rät Heiko Wolframm vom ADAC. Dabei sollte man eine Reserve einplanen für einen zeitweise höheren Verbrauch, zum Beispiel durch die Heizung, durch eventuelle Umleitungen und auch für die mit der Zeit abnehmende Kapazität der Batterie. Ähnlich wie bei den Verbrauchsangaben von Verbrennungsmotoren, sei auf die Reichweitenangaben der Elektroauto-Hersteller nicht ausreichend Verlass, erläutert der Verkehrsclub Deutschland (VCD).

„Das reine Elektroauto eignet sich im Moment in der Regel für kleine Kundengruppen als Zweit- oder Drittwagen“, sagt Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. „Insbesondere ist die Reichweite bei bestehenden Fahrzeugen außer bei Tesla viel zu gering.“ Auch nach Aussagen des Verkehrsclubs Deutschland kommen Elektroautos für private Nutzer am ehesten dann infrage, wenn sie als Pendler Arbeitswege zwischen 30 und 50 Kilometer haben und zu Hause oder in der Firma Strom laden können. Alternativ zum reinen Elektroauto könnte auch ein Hybridwagen infrage kommen.

Andere Länder versuchen ebenfalls, den Kauf von E-Autos anzukurbeln. China gewährt seinen Bürgern staatliche Subventionen und investiert in Ladestationen. Großbritannien gibt beim Kauf 5000 Pfund (6618 Euro) als Zuschuss, zudem sind die Fahrzeuge steuerfrei. Frankreich zahlt 10000 Euro an Bürger, die ein mehr als zehn Jahre altes Dieselauto gegen ein Elektroauto tauschen. In Norwegen sind bereits 17 Prozent der Neuzulassungen elektrisch. Zu verdanken ist das Steuervorteilen. Parken auf kommunalen Parkplätzen ist kostenlos, das Aufladen dort ebenso, und man darf die Busspuren benutzen.

In Deutschland ist die Autoindustrie eine Schlüsselbranche mit 800000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz.

LN

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