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Wirtschaft im Norden Ende des Gemischtwarenladens: Metro spaltet sich auf
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21:10 30.03.2016
Düsseldorf

Aus für eine Ära: Deutschlands einst größter Handelskonzern Metro stellt die Weichen für die eigene Aufspaltung. 20 Jahre nach Gründung der Metro AG soll Schluss sein mit „Alles unter einem Dach“. Schon von Mitte nächsten Jahres an könnten nach den Plänen von Konzernchef Olaf Koch die beiden wichtigsten Geschäftsbereiche — das Großhandelsgeschäft und die Elektroniksparte Media Saturn — unabhängig voneinander als selbstständige, börsennotierte Unternehmen geführt werden. „Wir wollen zu neuen Ufern aufbrechen“, sagte Koch bei der überraschenden Präsentation seiner Pläne.

Der Manager betonte, zwischen den beiden Unternehmenssparten existierten nur sehr wenige operative Überschneidungen und sehr wenige Synergien. Deshalb mache es keinen Sinn, weiter an der bestehenden Struktur festzuhalten. Unabhängig voneinander könnten die Sparten dynamischer und effizienter agieren und ihr Wachstum beschleunigen. Außerdem eröffne sich damit für beide Unternehmen die Chance, die eigenen Aktien als Zahlungsmittel bei Firmenübernahmen einzusetzen und so vom Konsolidierungsprozess in der Branche zu profitieren.

Stimmen Vorstand und Aufsichtsrat der Metro Kochs Plänen nach weiterer Prüfung zu, soll die Aufspaltung bis Mitte 2017 umgesetzt werden. Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützen das Vorhaben, teilte der Konzern mit. Durch einen Spin-Off sollen das Großhandelsgeschäft mit den Marken Metro Cash&Carry und Makro sowie die SB-Warenhauskette Real abgespalten und als selbstständiges börsennotiertes Unternehmen weitergeführt werden. Die Leitung soll der bisherige Konzernchef Koch übernehmen. Auf den Bereich entfallen knapp zwei Drittel des Metro-Umsatzes. Unter dem Dach der Metro AG verbliebe die Elektronikkette Media Saturn. Sie soll künftig — unter neuem Namen — vom Media-Saturn-Chef Pieter Haas geführt werden.

LN

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