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Wirtschaft im Norden Es lohnt der Blick über den großen Teich
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21:20 17.11.2016
Von Jan Dresing

Die Automobilhersteller schummeln beim Spritverbrauch ihrer Fahrzeuge. Insgeheim haben das die Autofahrer schon immer gewusst. Wirklich neu an den jüngsten Veröffentlichungen der Forschungsorganisation ICCT ist jedoch das Ausmaß der Trickserei. 42 Prozent mehr Verbrauch – im Durchschnitt.

Der Verband VDA greift sogleich die Methodik der Untersuchung an. Die vorgelegten Daten seien „nur bedingt belastbar“. Und: Wie viel ein Auto verbrauche, hänge letztendlich von der individuellen Fahrweise ab. Trotzdem gelobt der Verband Besserung und realistischere Werte mit den ab 2017 geplanten Straßenmessungen.

Ob die Ankündigung des VDA Früchte tragen wird, muss die Zukunft zeigen. Zweifel sind zumindest angebracht. Schon im Zuge des VW-Abgasskandals hat sich Verkehrsminister Dobrindt schützend vor die Autoindustrie gestellt statt aufzuklären und durchzugreifen. Neue Enthüllungen kamen stets aus den USA. Vielleicht lohnt sich auch in Sachen Spritverbrauch ein Blick über den Atlantik. Die Umweltbehörde EPA sanktioniert dort selbst kleinste Verstöße empfindlich und packt die Konzerne da, wo es ihnen am meisten weh tut: beim Geld.

LN

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