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Wirtschaft im Norden Euroimmun steigerte Umsatz und Gewinn
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23:53 21.06.2017
Euroimmun in Dassow. Quelle: Jürgen Lenz
Lübeck

Das US-Unternehmen Perkin-Elmer übernimmt die Lübecker Firma Euroimmun in einer anhaltenden Wachstumsphase. Das belegt der aktuelle Geschäftsbericht für 2016 mit eindrucksvollen Zahlen. Die Geschäftsleitung von Euroimmun erklärt selbst, das Jahr sei „sehr zufriedenstellend“ gewesen, das Geschäft mit medizinischen Labordiagnostika konnte weiter gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse des Euroimmun-Konzerns sind demnach von 205,8 Millionen auf 239,7 Millionen Euro gestiegen, das bedeutet einen Zuwachs von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das selbstgesteckte Umsatzziel sei damit deutlich um 17 Millionen Euro übertroffen worden, heißt es. Die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2016 lag bei 14,4 Prozent (2015: 14,0 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern stieg von 19,999 Millionen auf 24,183 Millionen Euro, der Konzernjahresüberschuss von 19,003 auf 23,274 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt jetzt bei 54,4 Prozent.

84 Prozent seines Umsatzes macht der Euroimmun-Konzern im Ausland – 55 Prozent in der Region Asien/Australien, 23 Prozent im europäischen Ausland, fünf Prozent in Amerika und ein Prozent in Afrika.

Größter und wichtigster Markt in der Region Asien/Australien, wo die Umsätze um 7,9 Prozent gewachsen sind, ist unverändert China. Auch die Märkte USA und Brasilien hätten sich gut entwickelt.

Das wichtigste Land für die Herstellung von Euroimmun-Produkten ist nach wie vor Deutschland mit Standorten in Lübeck, Dassow, Selmsdorf, Rennersdorf und Pegnitz, weitere Produktionsstandorte sind Hangzhou in China und Singapur. Euroimmun-Produkte werden laut dem Geschäftsbericht in weltweit mehr als 150 Ländern vertrieben. 2016 reichte das Unternehmen zehn Patentanmeldungen ein.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Euroimmun-Konzern 2317 Mitarbeiter – fast 250 mehr als ein Jahr zuvor. Mit etwa 59 Prozent sind Frauen dabei deutlich in der Überzahl. In Deutschland werden bei Euroimmun derzeit 68 Frauen und Männer in verschiedenen Berufen ausgebildet, im Vorjahr waren es 60.

„Die positive Entwicklung des Euroimmun-Konzerns setzt sich auch im Geschäftsjahr 2017 fort“, heißt es im Geschäftsbericht. Man gehe davon aus, Umsatzerlöse zwischen 260 und 270 Millionen Euro zu erzielen, die erwartete Umsatzrendite liege zwischen zwölf und 14 Prozent. Die Einschätzung beruhe vor allem auf der Erwartung, „dass wir unsere Stellung auf den Weltmärkten durch die Vermarktung von bestehenden und neuen Produkten und Technologien weiter stärken können“, erklärt die Geschäftsleitung.

 C. Risch

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