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Existenzgründer: Wer holt die Preise?

Lübeck Existenzgründer: Wer holt die Preise?

Die LN und Juwelier Mahlberg zeichnen zum sechsten Mal mutige Unternehmer aus. Sechs Bewerber nominiert.

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Nicolas Schulwitz (r.), Christo Stoyanov und Jonathan von Gratkowski aus Lübeck haben die Firma Patientus gegründet. Mit ihrer Hilfe können Menschen vom Computer aus ihren Arzt konsultieren.

Lübeck. Es ist wieder soweit: Am kommenden Mittwoch, 27. April, stehen in den Lübecker Media Docks mutige Unternehmensgründer im Rampenlicht. Dann präsentieren sich sechs junge Firmen aus der Region, die eine Jury aus allen Bewerbungen ausgewählt hat. Zwei bekommen Hauptpreise, den LN-Existenzgründerpreis und den Innovations- und Mutpreis. Wir stellen die Nominierten heute in alphabetischer Reihenfolge kurz vor.

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Die LN und Juwelier Mahlberg zeichnen zum sechsten Mal mutige Unternehmer aus. Sechs Bewerber nominiert.

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Thorsten Dahl (46) aus Bad Schwartau hat mit Mitte 40 noch einmal umgesattelt, seinen Beruf als Polizeibeamter nach 26 Jahren aufgegeben und das Fitness-Studio Workout gegründet, in dem ihm eine familiäre Atmosphäre und „totale Kompetenz der Mitarbeiter“ wichtig ist. „Es war ein Riesenschritt, der unheimlich viel Mut gekostet hat. Diesen Schritt habe ich noch keine Sekunde bereut“, schreibt er in seiner Bewerbung. Das Studio wächst. Zwei Jahre nach der Gründung hat Thorsten Dahl bereits fünf Mitarbeiter — und in fünf Jahren sollen es acht bis zehn Mitarbeiter sein.

Simon Jost (29) aus Reinfeld (Kreis Stormarn) produziert und vermarktet mit seiner Firma „Improving Earth“ (sinngemäß: „die Welt verbessern“) umweltschonendes Toilettenpapier aus Bambus, „um dem immer weiter steigenden Verkaufszahlen von Frischfaserklopapier aus Holz entgegenzuwirken“. Damit wolle man auch dem voranschreitenden Raubbau an den Wäldern begegnen. Die Firma baute er gemeinsam mit Karsten Lutz auf und nutzte dazu das Instrument Crowdfunding. „Smooth Panda“, so der Name, koste genauso viel wie herkömmliches Toilettenpapier und stehe dem qualitativ in nichts nach.

Peer Langemak (46) aus Wahlstedt (Kreis Segeberg) hat eine Beleuchtungsanlage entwickelt, die mit Windenergie betrieben wird und vollkommen autark ist — in Europa ein Novum. „Die Idee kam mir bei meiner Arbeit als Beleuchtungsplaner für energetische Sanierungen“, erklärt er. Zielgruppe für seine Erfindung sind Kommunen, Firmen, Landwirte und Privatleute. Die Beleuchtung kann überall eingesetzt werden, wo kein Anschluss ans Stromnetz da ist und ein Neuanschluss zu teuer wäre. Langemaks umweltfreundliche Leuchte ist mit 3500 Euro deutlich billiger als „normale“

Straßenlaternen.

Tobias Michelsen (53) aus Großenbrode (Kreis Ostholstein), früher als Kameramann tätig, hat „Sail Away Water Sports“ gegründet. „Schon lange wollte ich eine barrierefreie Wassersportschule eröffnen, die auch Menschen mit jeglicher Art von körperlichen und geistigen Behinderungen die gesamte Palette an Wassersportarten vermittelt, vom Surfen über Kajak fahren und Segeln bis zum Kitesurfen“, schreibt Michelsen. Auch finanziell benachteiligte Menschen sollen an den Kursen teilnehmen können. Deshalb wolle er auch den gemeinnützigen Verein „Sail United e.V.“

erweitern, so Michelsen.

Christoph Rode (44) aus Lübeck hat als Versicherungskaufmann gearbeitet. Mit seiner Firma „Lübecker Kultouren“ bietet er nun individuelle Rundgänge durch die Hansestadt an. „Fernab der üblichen Stadtführungen erleben meine Teilnehmer eine Entdeckungstour mit zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten, die bei aparten Geschäften, Galerien und Betrieben bereits warten“, schreibt Rode in seiner Bewerbung. Als gebürtiger Lübecker habe er sich das Ziel gesetzt, die vielen inhabergeführten Läden und Galerien sowie Künstler bekannter zu machen. Seine Zielgruppe seien Alteingesessene ebenso wie Lübeck-Touristen.

Nicolas Schulwitz (32) und seine Partner Jonathan von Gratkowski und Christo Stoyanov bieten mit ihrer Firma Patientus Online-Video- Sprechstunden an. Dadurch können Patienten von zu Hause am Computer ihren Arzt konsultieren, ohne in die Praxis fahren zu müssen. „Ärzte, Patienten und Krankenkassen hatten starkes Interesse an der Idee“, schreibt Schulwitz in der Bewerbung.

Zweieinhalb Jahre nach der Gründung hat das Unternehmen heute schon acht Vollzeit- und vier Teilzeit-Mitarbeiter. Die moderne Kommunikations- Plattform könne von Ärzten aller Fachrichtungen genutzt werden, erklärt Schulwitz.

Zwei Hauptpreise

Der LN-Existenzgründerpreis , gestiftet von Juwelier Mahlberg, ist mit 5000 Euro sowie einem Mediapaket im Wert von 2000 Euro dotiert. Mit diesem Preis werden Unternehmer ausgezeichnet, die bereits die ersten Hürden überwunden und sich etabliert haben.

Mit dem LN-Innovations- und Mutmacherpreis , dem zweiten Hauptpreis, sollen frische und unkonventionelle Ideen gefördert werden. Der Preisträger erhält dabei 3000 Euro sowie ebenfalls ein Mediapekt im Wert von 2000 Euro. Die vier anderen Nominierten bekommen ein Mediapaket im Wert von jeweils 1000 Euro.

40 Unternehmen haben sich in diesem Jahr um die Preise beworben.

Von Christian Risch

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