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Wirtschaft im Norden Experten für realistischere Abgastests
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Experten für realistischere Abgastests
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21:16 08.09.2016
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Berlin

Deutlich höhere Auto-Abgaswerte auf der Straße als in amtlichen Labortests sind nach Expertenangaben seit Jahren bekannt gewesen. In der EU geplante neue Messungen und Tests im realen Betrieb seien daher dringend nötig. Das betonten Sachverständige im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Dieselskandal. Hinweise auf Abgas-Manipulationen wie mit einer Software bei Volkswagen hatten die Experten nach eigenen Angaben nicht. Die Opposition warf der Bundesregierung Versäumnisse vor, die Koalition wies das zurück.

Seit 2006/2007 sei klar gewesen, dass der geltende EU- Testzyklus für Schadstoff- und CO2-Messungen bei der Zulassung neuer Fahrzeugtypen ungenügend sei, machte Professor Stefan Hausberger von der Technischen Universität (TU) Graz deutlich. Diese auf Prüfständen simulierten Fahrten entsprächen bei weitem nicht einem wirklichen Fahren auf der Straße, wo Motoren stärker belastet werden. Geplante Messungen auf der Straße seien zwingend erforderlich, sagte der Leiter Test und Technik beim Autofahrerclub ADAC, Reinhard Kolke.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sprach von „organisiertem Staatsversagen“. Durch ein Ignorieren der Probleme und zu wenige Ressourcen für Verbesserungen der Tests sei der Skandal erst möglich geworden. SPD-Verkehrsexpertin Kirsten Lühmann wies diese Vorwürfe zurück. Es sei zudem deutlich geworden, dass die Industrie nicht gebremst habe. Der von der Opposition beantragte Ausschuss soll klären, was die Bundesregierung seit 2007 in Bezug auf Abgasregeln unternommen hat und wann sie von den Manipulationen erfuhr.

LN

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