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Wirtschaft im Norden Facebook verliert Nutzer
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Facebook verliert Nutzer
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18:10 28.07.2018

Menlo Park. Facebook ist verwundbar: Das weltgrößte Online-Netzwerk hat im vergangenen Quartal die Prognosen bei Umsatz und Nutzerzahlen verfehlt. Das teilte das US-Unternehmen mit. In Europa ging die Zahl der aktiven User nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung zurück.

Die verpassten Analysten-Erwartungen und die vorsichtige Prognose der Führungsriege machten sich direkt bemerkbar: So stürzte die Aktie zeitweise um über 23 Prozent ab – der Börsenwert sank dadurch zeitweise um fast 150 Milliarden Dollar (128 Milliarden Euro). Im deutschen Handel lag der Kursverlust am Donnerstagmittag bei 18 Prozent.

Dennoch ist Facebook weiterhin eine Geldmaschine. Der Quartalsumsatz stieg dank des boomenden Geschäfts mit Online-Werbung im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 13,23 Milliarden Dollar (11,31 Mrd Euro). Der Gewinn wuchs um 31 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Die Aktie war bisher auf Rekordjagd und hatte vor der Präsentation der Quartalszahlen noch einen neuen Höchststand erreicht.

Facebook betonte, die europäische Datenschutz-Grundverordnung habe zumindest bisher den Umsatz nicht beeinträchtigt. Zugleich fiel die Zahl mindestens einmal im Monat aktiver Nutzer in Europa aber von 377 auf 376 Millionen. Bei den täglich zurückkehrenden Mitgliedern gab es sogar einen Rückgang von 282 auf 279 Millionen. Firmenchef Mark Zuckerberg sagte zugleich, es sei ermutigend, dass die große Mehrheit der Nutzer in Europa der weiteren Datenauswertung für personalisierte Werbung zugestimmt habe.

Insgesamt legte die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer weltweit von knapp 2,2 auf 2,23 Milliarden zu. Das Wachstum verlangsamte sich damit. In dieser Situation führte der Konzern eine neue Rechenart ein: Auf mindestens eine App des Konzerns dazu gehören auch die Fotoplattform Instagram und der Chatdienst WhatsApp griffen im Juni rund 2,5 Milliarden Nutzer zu, hieß es. Bei den Anlegern kamen die Nutzerzahlen aber schlecht an, weil die Reichweite entscheidend für Facebooks Werbegeschäft ist.

LN

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