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Wirtschaft im Norden Falsche Sportschuhe entdeckt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Falsche Sportschuhe entdeckt
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21:16 10.05.2016
Die sieben Containerladungen mit den Turnschuhen werden unter Aufsicht von Zollbeamten vernichtet. Quelle: Zoll
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Hamburg

Mit dem Fund Zehntausender gefälschter Sportschuhe ist der Generalzolldirektion in Hamburg ein schwerer Schlag gegen die Produktpiraterie gelungen. Wie die Behörde erst gestern bekanntgab, wurden bereits Mitte April in einer Lagerhalle im Hamburger Hafen 46000 Paare falscher Nike-Turnschuhe entdeckt.

Generalzolldirektor Uwe Schröder zufolge hätten Beamte des Hauptzollamts Hamburg-Hafen zunächst einen Seecontainer kontrolliert, in dem sich laut Frachtpapieren nur billige No-Name-Turnschuhe befinden sollten. Dabei habe es sich aber nur um eine Tarnladung gehandelt. Dahinter entdeckten die Zöllner die eigentliche Fracht: die Nike-Schuhe. Als der Container wenige Tage später in einer Prüfanlage durchleuchtet werden sollte, hätten sich die Nike-Schuhe allerdings nicht mehr darin befunden, sondern nur noch No-Name-Produkte. Die Zollbeamten gingen davon aus, dass die Schuhe ausgetauscht worden sein mussten. Sie hatten den richtigen Riecher: In der Lagerhalle einer einschlägig bekannten Firma entdeckten sie die 46000 Schuhpaare, die ein Nike-Vertreter eindeutig als Fälschung identifizierte. Die Menge habe jedoch eindeutig das Fassungsvermögen eines einzelnen Containers überstiegen, so dass die Firma offenbar mehrere Lieferungen in Empfang genommen haben muss.

Sieben Container seien nötig gewesen, um die Schuhe abzutransportieren. Sie wurden inzwischen vernichtet. Die Firma erwartet jetzt eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Markenrecht.

„Produktfälschungen sind zu einem ernsten weltweiten Problem geworden. Deshalb ist die risikoorientierte Kontrolle von Containern in deutschen Häfen ein unbedingtes Muss, um sich Herstellern und Händlern dieser zum Teil gesundheitsgefährdenden Produkte entgegenzustellen“, erklärte Schröder.

LN

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