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Wirtschaft im Norden Firmen aus der Region arbeiten am Flugkomfort der Zukunft
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21:14 06.04.2016
Im neuen Airbus A330neo kann die Lichtstimmung der jeweiligen Flugphase auf den langen Flügen angepasst werden. Quelle: Christian Charisius/dpa

Erst Ende kommenden Jahres sollen die ersten Passagiere mit dem neuen Airbus A330neo fliegen. Die Kabine des Langstreckenflugzeugs lässt sich aber schon jetzt besichtigen, auf der Fachmesse „Aircraft Interiors Expo“ in Hamburg. „Uns geht es dabei vor allem um Komfort, denn das ist auch den Passagieren das wichtigste Kriterium, wenn sie die Qualität einer Fluglinie beurteilen“, sagt Ingo Wuggetzer, Verkaufschef für die Kabineneinrichtung bei Airbus. So sind Flugzeugsitze mit einer Breite von 18 Zoll der übliche Standard in der Economy-Class der Airbus-Langstreckenflieger, damit der Passagier den Nachbarn nicht an der Schulter berühren muss.

Um die Bequemlichkeit, den Komfort oder die Unterhaltung des Passagiers geht es auf vielen der mehr als 500 Stände in sieben Messehallen. „Hamburg präsentiert sich hier vor allem als Innovationshauptstadt“, sagt der Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). „Was hier ausgestellt ist, wird oft schon morgen von Flugreisenden genutzt.“

Auch mehrere Firmen aus Lübeck und Umgebung zeigen noch bis heute auf der Messe ihre Neuheiten. Mit dabei ist das Lübecker Unternehmen B/E Aerospace Systems, ein Spezialist für Sauerstoffsysteme in Flugzeugen. „Das ist für uns die wichtigste und größte Messe im Jahr“, sagt Vertriebschef Ralf Fischer. „Denn wir treffen dort alle Kunden — Flugzeughersteller wie Boeing, aber auch die Fluggesellschaften.“ Das Unternehmen zeige daher einen Querschnitt seiner Produkte, darunter auch transportable Sauerstoffgeräte und Rauchschutzhauben. Letztere sind für das Kabinenpersonal gedacht.

„Wenn es irgendwo brennt, weil jemand zum Beispiel heimlich auf der Toilette geraucht hat, kann das Personal das Feuer während des Flugs bekämpfen.“ Außerdem werde der Versorgungskanal gezeigt, den B/E Aerospace Systems für den A350 gebaut hat. Über den Köpfen der Passagiere werden darin die Luftzufuhr, Leseleuchten, Lautsprecher und auch die Anschnallzeichen integriert.

Kendrion Kuhnke Automation aus Malente präsentiert Produkte aus den Bereichen Magnettechnik, Fluidtechnik, Elektronik und Sound, zum Beispiel Verriegelungssysteme für Türen und Klappen. Prettl Electronics aus Lübeck stellt unter anderem WLan-Module für Flugzeuge vor. Damit könnten Kabel eingespart werden, die bisher in jeden Sitz führten, erklärt Sprecher Daniel Stuckert. Am Messestand ist zudem ein neues Touchdisplay zu sehen, mit dem sich die Sitze in der Business-Class verstellen lassen.

Bei Krüger Aviation aus Barsbüttel dreht sich alles um einen neuen Kunststoffspiegel für die Flugzeugtoiletten, den „K-Reflexion“. „Er ist genauso klar wie ein Glasspiegel“, sagt Geschäftsführer Nils Stoll. Eine weitere Besonderheit: Der Spiegel kann auch als Monitor genutzt werden und Videos mit Informationen für die Passagiere zeigen. „Darüber könnte zum Beispiel im Notfall das Zeichen ,go to seat‘ eingeblendet werden“, sagt Stoll.

Andere Neuheiten auf der Messe bemerkt der Passagier kaum oder gar nicht. Wie die neue Löschtechnik für den Frachtraum der Maschine, den die Firma Diehl aus Baden-Württemberg entwickelt hat.

Von Janina Dietrich

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