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Wirtschaft im Norden Fischstäbchen sollen teurer werden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Fischstäbchen sollen teurer werden
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17:02 12.10.2018
Panierte Fischstäbchen laufen in der Produktion eines Tiefkühlkost-Herstellers über ein Band. Quelle: Carmen Jaspersen/archiv
Bremerhaven/Hamburg

Ob auf Brot, als Beilage oder Hauptgang: Fischstäbchen sind beliebt - die Preise für die panierten Stäbchen könnten aber deutlich anziehen, wenn es nach den Empfehlungen der Hersteller geht. Marktführer Iglo empfiehlt als Preis für die Standardpackung von 450 Gramm mit 15 Stück einen Ladenpreis von 3,39 Euro, wie die „Lebensmittel-Zeitung“ schreibt. Die Nummer zwei am Markt, die Bremerhavener Frosta AG, empfiehlt 3,29 Euro. Bisher liegen die Produkte für 2,89 Euro bis 2,99 Euro in den Tiefkühltruhen.

Frosta-Vorstandschef Felix Ahlers bestätigte einen generellen Preisanstieg bei Fisch um bis zu 40 Prozent. „Allerdings muss man sagen, dass die Preise seit Jahren überaus stabil waren“, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. In weit über 90 Prozent wird für Fischstäbchen Alaska-Seelachs verwendet. „Das Fischstäbchen hat einen Fischanteil von 65 Prozent, hinzu kommen Panade und Öl“, erklärte Ahlers. Entsprechend schlägt der Preisanstieg auf die Stäbchen durch.

Der Grund für die Entwicklung wird auch in den USA vermutet. Nach Angaben des Fisch-Informationszentrums FIZ in Hamburg erhöhten die US-amerikanischen Anbieter von gefrorenem Alaska-Seelachs in ihren neuen Verträgen die Preise um zweistellige Prozentbeträge, um einen Preisverfall in den vergangenen beiden Jahren zu stoppen: Der Preis für Alaska-Seelachs sei zeitweise unter den von Pangasius gefallen, üblicherweise der billigste Fisch, sagte FIZ-Geschäftsführer Matthias Keller.

Die US-Fischer haben ein Quasi-Monopol auf die Premium-Qualität nur einmal gefrorenen Fischs. Es müsse sich im Markt erweisen, ob die Preiserhöhungen für Fischstäbchen und Schlemmerfilets bei den Verbrauchern akzeptiert würden, sagte Keller.

dpa

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