Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Freies WLan an 2000 Standorten in ganz Schleswig-Holstein
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Freies WLan an 2000 Standorten in ganz Schleswig-Holstein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:13 20.03.2017
Starteten offiziell das neue WLan: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Ministerpräsident Torsten Albig, Björn Schwarze vom Provider Addix, Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Schleswig-Holstein, Madsack-Chef Thomas Düffert und Sven Fricke, Geschäftsführer der „Kieler Nachrichten“ (v. l.). Quelle: Foto: Ulf Dahl
Anzeige
Hannover

Während die Smartphone-Nutzer in vielen Regionen noch Einkaufszentren oder Cafés ansteuern, um sich einzuloggen, stellen einige Städte komplette Funknetze bereit. Zwei Bundesländer sind einen großen Schritt weiter: Neben Bayern baut nun auch Schleswig- Holstein ein landesweites und für die Nutzer kostenloses WLan-Netz auf. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat gestern auf der Computermesse Cebit ein Kooperationsabkommen mit dem schleswig-holsteinischen Sparkassen- und Giroverband sowie dem Kieler Unternehmen Omnis unterzeichnet, mit dem das bestehende WLan-Projekt der „Kieler Nachrichten“ (KN) in eine neue Dimension vorstößt.

Freier Zugang zum Internet ist ein Standortfaktor geworden. Im Norden gibt’s ein neues Angebot.

Vor einem Jahr wurde ebenfalls auf der Cebit #KN_WLan gestartet, ein Netz für die Landeshauptstadt Kiel, an dem auch die Madsack Mediengruppe beteiligt ist. Daraus wird nun #SH_WLan. Mit einem symbolischen Knopfdruck starteten Albig, Sparkassenpräsident Reinhard Boll, Madsack-Chef Thomas Düffert sowie Björn Schwarze (Addix) und Sven Fricke (Omnis) gestern das Projekt. Mit lokalen Netzwerken an mehr als 2000 Standorten wollen die Partner landesweit Netzzugang schaffen. Den Sparkassen helfe der Ausbau, auch in ländlichen Regionen digitalen Service anzubieten, sagte SGV-Präsident Reinhard Boll. „Es geht um Kooperation, nicht um Konkurrenz zu bestehenden Initiativen“, sagte Albig.

In Deutschland hat bislang lediglich Bayern eine vergleichbare Initiative gestartet. Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis 2020 ein „kostenloses und sicheres“

WLan-Netz aufzubauen.

Und so soll es funktionieren: Überall, wo bislang #KN_WLan angeboten worden ist, soll es künftig auch #SH-WLan geben. In den nächsten Wochen werden im gesamten Land sogenannte Hotspots freigeschaltet. Nötig ist nur ein WLan-fähiges Gerät, etwa ein Smartphone, Notebook, Tablet, iPod oder E-Book. #SH_WLAN funktioniert ohne Registrierung, es genügen drei Klicks: Unter Einstellungen öffnet man den Bereich WLan/Netzwerk und wählt den Hotspot #SH_WLan. Wer die Nutzungsbedingungen (AGB) akzeptiert, kann dauerhaft surfen. Für die Dauer der Nutzung gilt eine simple Regel: einmal drin, immer drin. Es gibt weder ein zeitliches Limit noch eine Begrenzung des Datenvolumens. Das funktioniert auch in Gebäuden, aber nur, wenn man in einem Geschäft ist, das sich dem Projekt angeschlossen hat. Dazu gehören bald alle Sparkassen.

Und was ist mit dem Datenschutz? Grundsätzlich würden bei der Netzverbindung nur Gerätedaten erfasst. „Nur dadurch ist der automatische, dauerhafte Netzzugang möglich. Wir speichern keine persönlichen Angaben“, sagt Addix-Geschäftsführer Björn Schwarze. Man wolle in den nächsten Monaten in allen Städten und größeren Gemeinden vertreten sein. „Wir wollen das #SH_WLan zusätzlich für örtliche Unternehmen, insbesondere aus Handel, Tourismus und Gastronomie anbieten.“

Kristian Blasel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Computergesteuerte Busse sollen ländliche Bereiche erschließen – Kreis wird wegen der vielen Touristen zur Modellregion.

20.03.2017

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther will im Falle eines Wahlsiegs die Zuständigkeit für die Energiepolitik im Wirtschaftsministerium bündeln. Das hat der 43-Jährige in Kiel angekündigt.

20.03.2017

Die Technik wird auf der CeBIT vorgestellt.

18.03.2017
Anzeige