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Fusion in der Stahlbranche?

Essen/Berlin Fusion in der Stahlbranche?

Der deutsche Konzern Thyssenkrupp und Tata aus Indien sollen Gespräche führen.

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Ein Thyssenkrupp-Mitarbeiter steht zwischen Rohstahlrollen.

Quelle: dpa

Essen/Berlin. In der kriselnden Stahlbranche gibt es angeblich Gespräche über einen Zusammenschluss, der erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten hätte. Die „Rheinische Post“ berichtete gestern unter Berufung auf Berliner Regierungskreise, der indische Stahlkonzern Tata Steel erwäge einen Einstieg in die europäische Stahlsparte von Thyssenkrupp. Sprecher beider Unternehmen wollten das nicht kommentieren.

Laut dem Zeitungsbericht sind die Gespräche über mehrere Varianten bereits weit vorangeschritten. Favorisiert werde derzeit die Option eines Gemeinschaftsunternehmens, bei dem sich Tata Steel zunächst an der Sparte beteiligt. Später solle der indische Konzern seine Anteile aufstocken können.

An der Börse sorgten die Spekulationen für deutliche Kursanstiege aller Stahlaktien. Thyssenkrupp legte bis zum Mittag um mehr als vier Prozent zu, auch die deutsche Nummer zwei der Branche, Salzgitter, gewann gut zwei Prozent. Die weltweite Nummer eins, ArcelorMittal, legte zeitweise um mehr als sechs Prozent zu. Analysten halten einen Einstieg von Tata in Deutschland auch deshalb für denkbar, weil die Inder vor wenigen Tagen angekündigt hatten, ihr Geschäft in Großbritannien mit 15000 Beschäftigten aufzugeben.

Die europäischen Stahlhersteller stehen wegen stark gefallener Preise und der billigeren Konkurrenz vor allem aus China unter Druck. Die Branche beklagt außerdem die anstehende Verschärfung der Umweltauflagen auf EU-Ebene. Vor diesem Hintergrund hatte Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger bereits mehrfach gesagt, dass er eine Konsolidierung in der Branche grundsätzlich für sinnvoll halte.

Thyssenkrupp Steel beschäftigt europaweit gut 27000 Menschen, darunter allein 13000 in Duisburg, Europas größtem Stahlstandort. Dieser könnte laut „Rheinischer Post“ bei einem Tata-Thyssenkrupp-Joint Venture in Gefahr geraten, da Tata nur rund 200 Kilometer entfernt in den Niederlanden ein modernes Stahlwerk mit direkter Nordseeanbindung betreibt.

LN

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