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GVM, WIS und GDB fahren durch das Land

Wismar GVM, WIS und GDB fahren durch das Land

Die „alten“ neuen KFZ-Kennzeichen sind gefragt. Nur die Wismarer müssen beim „HWI“ bleiben. Seit Dezember 2012 haben die Autofahrer wieder die Wahl.

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Ruth Sommerei (51) vom Schilderdienst beim Prägen eines Kennzeichens.

Quelle: Fotos: Nicole Hollatz

Wismar. „Das NWM-Kennzeichen ist mehr gefragt als die ,alten‘ Unterscheidungskennzeichen“, so Monika Mahlke vom Landkreis. Etwa 70 Prozent der Autofahrer entscheiden sich für das „klassische“ NWM-Kennzeichen. Der Rest für eines der „alten“ Kennzeichen wie GDB, GVM und WIS. Von 1990 bis 1994 führten die ehemaligen Landkreise die Kennzeichen GVM für Grevesmühlen, GDB für Gadebusch und WIS für den Kreis Wismar — die Hansestadt Wismar das bekannte HWI.

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WIS wird nachgefragt, aber wir müssen den Kunden dann immer erklären, dass dies nur für die Fahrer aus dem alten Landkreis gilt.“Peggy Augustat (29) von der Prägestelle Birkholz

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Monika Mahlke: „Mit der Kreisgebietsreform 1994 wurde für den Landkreis Nordwestmecklenburg ,nur‘ das Kennzeichen NWM vergeben. Die Hansestadt Wismar — als kreisfreie Hansestadt - führte weiterhin das Kennzeichen HWI.“ Vorher, zwischen 1952 und 1990, gehörten sie alle zum Bezirk Rostock der DDR und trugen das „A“.

Mit der Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 19.10. 2012 wurde die Möglichkeit gegeben, die „alten“ Kennzeichen wieder zu aktivieren.

Monika Mahlke: „Somit wurden die auslaufenden Unterscheidungszeichen wieder gültig, und im Landkreis Nordwestmecklenburg können seit April 2013 die Kennzeichen NWM, WIS, GVM und GDB gleichberechtigt beantragt werden.“

Auslöser war damals eine höchst umstrittene Studie der Heilbronner Hochschule. Das Ergebnis dieser Studie zum Thema „Kennzeichenliberalisierung“: 72 Prozent der Befragten wünschten sich eine Rückkehr zum „Altkennzeichen“. 50 000 Menschen wurden befragt. Aufgrund dieser Ergebnisse und auf Bitten der Länder entstand das Gesetz. Kritiker werfen den Forschern Lobbyistenarbeit seitens der Schilderindustrie vor. Herbert Gürtler von der Firma STK Schilderdienst in Grevesmühlen erinnert sich noch an die erste Zeit nach dieser Umstellung: „Das hat man schon gemerkt, es gab sogar welche, die ihr Auto extra umgemeldet haben. Obwohl das um die 60 Euro kostet.“

Gerade die Gadebuscher, so hat er beobachtet, nehmen gerne wieder ihr „GDB“. Ein anderer Trend: Viele Kraftfahrer haben ein bestimmtes Kennzeichen — vielleicht die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachname und dazu das Geburtsjahr. Das wollen sie zum besseren Merken als KFZ-Kennzeichen. „Und dann gibt‘s das nicht mehr als NWM“, so Gürtler. Mit den anderen Abkürzungen haben sie meist mehr Glück. „Das WIS wird sehr nachgefragt und wir müssen den Leuten dann immer erklären, dass dies nur für den ehemaligen Landkreis möglich ist, nicht für die Wismarer“, so Peggy Augustat von der Prägestelle Birkholz, gleich gegenüber von der Wismarer Zulassungsstelle in der Scheuerstraße. „Das finden viele Wismarer echt schade!“, erzählt sie. Matthias Feldmann aus Metelsdorf hat sich für das WIS entschieden — weil seine Wunschkombination beim NWM schon vergeben war.

Nicole Hollatz

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