Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Gamescom öffnet sich für die Massen

Köln Gamescom öffnet sich für die Massen

Tausende sind gestern auf die Videospielmesse in Köln geströmt – mit Campingstühlen und Fellohren.

Voriger Artikel
Umwelthilfe attackiert Autokonzerne
Nächster Artikel
Air Berlin: Konkurrenz für Lufthansa

Virtual Reality (VR) bleibt ein Thema bei der Gamescom: Besucher machen mit einer VR-Brille eine virtuelle Achterbahnfahrt.

Quelle: Foto: Oliver Berg/dpa

Köln. Angela Merkel ist abgereist, jetzt ist Zocken angesagt. Nachdem sich auf der Gamescom einen Tag lang Branche und Politik feierten, dürfen nun auch Privatbesucher auf die Messe. Sie kommen mit Campingstühlen und Fellohren auf die größte Computer- und Videospielmesse der Welt.

Die Gamescom zieht wie vielleicht kaum ein anderer Branchentreff in Deutschland auch das Massenpublikum an, vor allem das junge. Jahr für Jahr fiebert es dem Tag nach der offiziellen Eröffnung entgegen, die traditionell Wirtschaft, Politik und Medien vorbehalten ist.

Gestern war es soweit. Die Hallen füllen sich schlagartig. Vor allem geht es darum, neue Spiele anzutesten. „Ich habe den Tag vorgeplant. Wenn alles klappt, schaffe ich fünf Spiele“, sagt Paul. Das klingt nach nicht viel, hängt aber mit den berüchtigt langen Warteschlangen zusammen. Der 20-Jährige hat seine Route daher geplant wie ein Feldherr.

Das Motto der diesjährigen Gamescom lautet „Einfach zusammen spielen“. Der Titel deutet an, dass die Messe 2017 nicht mit bahnbrechenden Neuerungen aufwartet – auch wenn die Bundeskanzlerin digitale Spiele als „Kulturgut, Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor von allergrößter Bedeutung“ pries. Virtual Reality (VR) spielt immer noch eine große Rolle, wird aber nicht so aufgepumpt wie noch 2016. Bei der Technologie werden mit speziellen Brillen komplett künstliche Welten erzeugt.

Umso klarer ist daher zu sehen, was die Gamescom neben einer Leistungsschau noch ist: ein Szene-Treff. In den Warteschlangen und an den Bildschirmen kommt man schnell ins Gespräch. „Es geht hier auch darum, Freunde zu treffen“, sagt Marc, Vollbartträger und Profi. Er hat einen Campingstuhl dabei, als er sich in die Schlange zum Kriegs-Shooter „Call of Duty:

WWII“ einreiht.

Es sind vor allem junge Männer, die auf die Messe kommen. Aber es ist erkennbar, wie die Szene im Mainstream ankommt. Im vergangenen Jahr kamen rund 315000 Privatbesucher zur Gamescom. Seit sie 2009 erstmals in Köln stattfand und damit die Gamesconvention in Leipzig ablöste, wächst die Messe. Und die Aussteller tun alles, um ihr Publikum zu umgarnen. Unter Bass-Gewummer werfen Einheizer T-Shirts von Bühnen. Und längst sind nicht nur SpieleFirmen vertreten, sondern auch diverse andere Organisationen – von der Bundeswehr bis zum Evangelischen Jugendpfarramt Köln.

Die Subkultur ist so groß, dass sie weitere Subkulturen hervorbringt. Dazu zählen die Cosplayer, Videospielfans, die sich wie ihre Lieblingsfiguren verkleiden. Immer wieder begegnet man in den Messehallen Pokémons, Jedi-Rittern und Fabelwesen. Ihnen geht es eher darum, Leute zu treffen: „Das Warten ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend“, sagt Alex, der mit grell-orangenen Fellohren angereist ist.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 13.006,00 -0,07%
TecDAX 2.574,25 +0,37%
EUR/USD 1,1850 +0,27%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 22,75 +3,57%
LUFTHANSA 28,60 +1,59%
SIEMENS 114,10 +0,82%
MERCK 89,41 -1,46%
FRESENIUS... 61,63 -1,09%
RWE ST 19,70 -0,88%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 234,32%
Commodity Capital AF 184,73%
Allianz Global Inv AF 129,23%
Apus Capital Reval AF 103,38%
FPM Funds Stockpic AF 94,58%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.