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Wirtschaft im Norden Greenpeace lobt Discounter
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20:22 15.12.2015

Aldi, Lidl und Penny sind Trendsetter bei Kleidung und Schuhen — zumindest was die Verbannung gefährlicher Chemikalien aus der Herstellung angeht. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zog eine Zwischenbilanz ihrer „Detox“-Kampagne und erklärte, die drei Discounterketten, der Kaffeeröster Tchibo sowie die Schweizer Handelskette Coop seien „stramm auf Entgiftungskurs“. Als neues Mitglied schloss sich Kaufland der Kampagne an.

Die Firmen hätten bereits erste besonders schädliche Chemikalien aus der Produktion verbannt. Außerdem veröffentlichten sie Abwasserdaten und brächten Programme für die Rücknahme und das Recycling von Textilien auf den Weg. „Auch erschwingliche Kleidung sollte sauber sein“, erklärte Kirsten Brodde, Greenpeace-Expertin für Textilien. „Aldi, Lidl, Penny und Tchibo beweisen das nun.“ Als „Trendsetter“ würden jene Firmen bezeichnet, die mit dem Bann von besonders gefährlichen Schadstoffen wie Weichmachern oder per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) im Plan seien, erklärte die Umweltschutzorganisation. Diese Firmen wollten bis 2020 „komplett entgiften“ und hätten eine umfangreiche Liste aller gefährlichen Substanzen veröffentlicht, die aus der Produktion verschwinden sollten.

Lidl, Tchibo und Rewe/Penny investieren laut Greenpeace zudem in die Herstellung von recyclingfähigen Textilien. Die Wiederverwertung von Textilien helfe dabei, den Verbrauch von knappen frischen Fasern zu senken, und entlaste dadurch die Umwelt. Außerdem arbeiteten diese Handelsketten bereits an Rücknahmesystemen für ihre Läden und an entsprechenden Designs für die Wiederverwertung alter Kleider. „Jetzt sind die Kunden gefragt“, erklärte Brodde. Diese sollten ihre getragenen Kleidungsstücke in die Supermärkte zurückbringen, umso schneller würden die Supermarkt-Ketten mit dem Recycling beginnen.

LN

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