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Großtransporter von VW kommen jetzt aus Polen

Wrzesnia Großtransporter von VW kommen jetzt aus Polen

Konzern eröffnet neue Fabrik bei Posen mit 3000 Arbeitsplätzen – Konkurrenz für Daimler.

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Mitarbeiter montieren im neuen VW-Nutzfahrzeug-Werk in Wrzesnia bei Posen (Polen) einen neuen Lieferwagen.

Quelle: Fotos: Rainer Jensen/dpa

Wrzesnia. Wer vor ein paar Jahren von der westpolnischen Stadt Posen weiter östlich in Richtung des kleinen Ortes Wrzesnia fuhr, sah auf dem Weg vor allem eines:

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Konzern eröffnet neue Fabrik bei Posen mit 3000 Arbeitsplätzen – Konkurrenz für Daimler.

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Landwirtschaft. Gestern hat der VW- Konzern dort seine 121. Fabrik in Betrieb genommen. Das Werk in Wrzesnia baut von nun an den neuen VW-Großtransporter Crafter sowie das baugleiche Modell TGE für die Konzerntochter MAN. Die Fabrik ist nach VW-Angaben mit gut 800 Millionen Euro Kosten die bisher größte aus dem Ausland stammende Investition in Polen. Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) nahm an der Eröffnung als einer von gut 1000 Gästen teil. „Wie Sie wissen, befindet sich die Automobilbranche derzeit im Wandel. Nach allem, was ich hier sehe, bin ich sehr zuversichtlich, dass dieser Standort fit für die Zukunft ist“, sagte Weil.

Die neue Fabrik soll 3000 Menschen Arbeit geben – und viele weitere Jobs bei Zulieferern und Dienstleistern im Umfeld schaffen. VW-Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler sowie der Chef der leichten VW-Nutzfahrzeuge (VWN), Eckhard Scholz, lobten die große Teamarbeit in Polen. Neben dem Neubau der Fabrik – die Baustelle sei zwischenzeitlich eine der größten Europas gewesen – habe es auch die Doppelbelastung der parallelen Crafter-Neuentwicklung gegeben. VW hatte den alten Crafter lange beim Konkurrenten Daimler bauen lassen. Das Modell ist baugleich mit dem Mercedes Sprinter. Nun will VW mit dem Alleingang Daimler angreifen. Die Karten würden neu gemischt, hatte Scholz vor kurzem bei der IAA- Nutzfahrzeug-Messe gesagt: „So gut die Kooperation einerseits war, die wir hatten – sie hat uns im Grunde genommen auch ein Stück weit von den eigentlichen Marktpotenzialen abgeschnitten.“ Das polnische Werk soll schon 2018 rund 100 000 Crafter bauen. Das wäre eine Verdoppelung des aktuellen Niveaus (2015: 50 400). Der Wettbewerber Daimler und bisherige Partner in der Auftragsfertigung hatte 2015 fast 200 000 Modelle seines Mercedes Sprinter verkauft.

Fast zwei Drittel ihrer Fahrzeuge bauen die deutschen Autohersteller inzwischen im Ausland. In diesem Jahr liefen bis August 6,5 Millionen Pkw mit deutschem Label im Ausland vom Band, in Deutschland lediglich 4,4 Millionen. Und Osteuropa wächst: Nach einer Aufstellung der Unternehmensberatung EY haben die deutschen Anbieter seit 2010 gut neun Milliarden Euro in ihre Werke in der Region investiert und gut 14 000 Jobs geschaffen. „Die Präsenz der deutschen Hersteller ist allerdings noch vergleichsweise gering“, heißt es bei Roland Berger. Insgesamt wurden in Osteuropa im Jahr 2015 rund 6,7 Millionen Pkw produziert.

Neben der VW-Tochter Skoda, die die größten Produktionsvolumina aufweist, finden sich unter den fünf Größten Hyundai, Renault, Fiat und Kia. VW selbst folgt als größter deutscher Produzent in Osteuropa erst auf Platz sieben. Das könnte sich ändern. Neben Volkswagen plant nämlich auch Daimler künftig mehr Werke im Osten Europas. Auch Audi hat schon gut acht Milliarden Euro in sein Werk in Ungarn gesteckt.

Arbeitskosten niedriger

Schlagendes Argument für die Standorte in Osteuropa sind die Arbeitskosten. Sie liegen nach einer Aufstellung des  Verbands der Automobilindustrie (VDA) weit unter denen Deutschlands. Hier belaufen sich die Kosten pro Arbeiter und Stunde auf knapp 52 Euro, während in Polen und Ungarn nicht einmal zehn Euro fällig werden. Nur in Rumänien kostet Arbeit mit 5,90 Euro noch weniger. Weitere Pluspunkte seien die Qualifikation der Arbeiter und die Qualität lokaler Zulieferer.

LN

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