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Wirtschaft im Norden Gute Laune trotz schlechten Wetters
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21:22 01.07.2013
Antje Lange: „Die Gewerke sind von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker vertreten und der Glücksbringer-Schornsteinfeger Jürgen Lehmann fehlt natürlich auch nicht.“

Wismar/Grevesmühlen — Nach und nach trudeln sie ein auf dem Wismarer Vorplatz des Handwerks-Hauses am Turnerweg. Die Damen und Herren der Innung folgen damit einer Tradition seit Eröffnung dieser Geschäftsstelle vor gut zehn Jahren. Maurer, Zimmermann, Elektriker, Maler, Bäcker oder Friseur, sie zeigen sich und freuen sich auf den gemeinsamen Schnack.

Hier sehen sich die Handwerker nicht als Konkurrenten, sondern als Menschen und kann auch mit den Vertretern von Politik und Verwaltung angenehm ins Gespräch kommen, wie der anwesende Landtagsabgeordnete Tilo Gundlack (44, SPD) und der 1. stellvertretende Landrat Nordwestmecklenburgs,Gerhard Rappen (58, CDU), bestätigen. Das geht einher mit lockerem Kleidungsstil ohne Etikettengehabe und wenn der Senf von der Bratwurst mal beim Nachbarn landet, ist keiner beleidigt.

Die Getränkeversorgung übernehmen die Handwerker selbst. Da hilft Ehemann und Energieberater Wolfgang Lange (54) auch schon mal seiner Frau Antje, die als Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft den Hut auf hat. Für den aufsteigenden Rauch am Grill sind Klaus Fischer und Schwiegersohn Andre Müller vom Grevesmühlener Fleischereifachbetrieb verantwortlich. Kartoffel-, Kraut- und Bohnensalat, alles hausgemacht, bringt die Gäste artig in die Schlange und das Bier vom Zapfhahn in gute Laune. Peter Kessner (59) vom Baugeschäft „Manfred Post“ ist seit der Gründung der Kreishandwerkerschaft dabei und sieht sich hier immer gut unterstützt und informiert. Mit seiner Frau Renate (54), die größte Stütze in Unternehmung und privat, und weiteren Gleichgesinnten pflegt er eine intensive Zusammenarbeit.

So sitzen beide auch an diesem Abend auf einer Bank mit den Ehepaaren Sigfried und Irmtraud Rakow, Roland und Christiane Wäsch, Horst und Ute Grützmacher, Uwe und Liane Glävke. Die Kontakte reichen bis zu gemeinsamen jährlichen Busreisen quer durch Europa. Für Roland Wäsch (64), Obermeister der Friseur- und Kosmetikinnung, ist ein Ruhestand unvorstellbar, zumal er sich auch noch um den Nachwuchs im Handwerk kümmert. Mit seiner Frau Christiane (59) geht er durch dick und dünn und weiß spätestens seit der Wende und dem damit verbundenen Auf- und Abbau von Dienstleistungsunternehmen um die Bedeutung des Zusammenhalts.

Eckard Gauer, Vorstandvorsitzender der Kreishandwerksmeister von Nordwestmecklenburg, ist ein weiteres Mal begeistert von der Resonanz. Mit seinen 66 Jahren hat er viel erlebt und will dieses Ehrenamt nicht missen. „Es gibt viele junge Nachfolger, die mit frischen Ideen und Tatkraft inspirieren“, bestärkt er seine Absicht, auch unternehmerisch dabei zu bleiben. Ansonsten ist er froh, auch mal Zeit für seine Familie und sein Segel-Hobby zu haben.

Maren Teß

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