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Wirtschaft im Norden Gutes Jahr für Deutsche Bank Lübeck
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19:19 28.04.2018
Präsentieren positive Zahlen: Henning Oldenburg, Sprecher der Lübecker Geschäftsleitung, Tim-Philip Wegner, Leiter des Lübecker Privatkundenbereichs, und Burkhard Baum, Leiter des Firmenkundengeschäfts Schleswig-Holstein (v. l.). Quelle: Foto: Jacob
Lübeck

Kaum Filialschließungen, steigende Depotgeschäfte, ein deutliches Wachstum bei Krediten im Mittelstand und eine Steigerung des Geschäftsvolumens: Die Deutsche Bank in Lübeck blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurück. Jetzt hat das Geldinstitut Bilanz gezogen. Die gute Wirtschaftslage stärke das Geschäft.

Im bundesweiten Vergleich brilliere Lübeck mit einer „starken Präsenz der Filialen“, erklärte Henning Oldenburg, Sprecher der Geschäftsleitung in Lübeck. Burkhard Baum, Leiter des Firmenkundengeschäfts Schleswig-Holstein, und Tim-Philip Wegner, Leiter des Lübecker Privatkundenbereichs, nannten Zahlen und Prognosen. „Wir sind in Lübeck in allen Bereichen überdurchschnittlich gewachsen. Darauf sind wir stolz“, resümierte Oldenburg. Während derzeit Berichte über Filialschließungen und Stellenabbau kursieren, scheint es der Bank in Lübeck gut zu gehen. Im Geschäftsjahr 2017 sei nur eine Filiale geschlossen worden, sagte Oldenburg. „Momentan sind wir im Marktgebiet mit 15 Filialen vertreten, davon fünf im Lübecker Stadtgebiet“, sagte Wegner. Im vergangenen Jahr habe die Bank ihr Filialnetz neu aufgestellt. „Jetzt gibt es in jeder Filiale Experten für Baufinanzierungen und Vermögensanlagen“, erklärte Wegner. Jede zweite Filiale sei modernisiert und für das digitale Zeitalter aufgerüstet worden. Zu neuen Angeboten zählten Video- und Telefonberatungen in den Abendstunden. Auch bei den Mitarbeiterzahlen vermeldet die Deutsche Bank Lübeck Positives: Der 189-köpfige Stamm sei nicht geschrumpft, sagte Wegner. Insgesamt betreibt das Bankinstitut 15 Filialen mit 152000 Kunden.

Das Geschäftsvolumen, also die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolumen, betrug Ende 2017 im Marktgebiet Lübeck 4,65 Milliarden Euro und im Stadtgebiet 2,4 Milliarden Euro – ein Anstieg im Marktgebiet um drei Prozent sowie im Stadtgebiet um vier Prozent. „Das ist angesichts der weiter extrem niedrigen Zinsen eine beachtliche Leistung“, sagte Wegner. „Die Nullzinsen dürften den Kunden auch in diesem Jahr weiter Kopfschmerzen bereiten“, sagte Oldenburg, der Potenzial im Anlagengeschäft sehe: „Nach der jüngsten Statistik des Deutschen Aktieninstituts besitzen nur knapp 16 Prozent aller Deutschen Aktien, Aktien- oder Rentenfonds. Es gibt also viel Luft nach oben.“

In der Region betreut die Deutsche Bank Lübeck etwa 14300 mittelständische Kunden. Bundesweit hat die Bank 20 Prozent mehr gewerbliche Kredite ausgegeben als im Vorjahr. „Mehr als jedes zehnte bundesweit neu als Kunde gewonnene Unternehmen kommt aus Schleswig-Holstein“, sagte Burkhard Baum. Ein wichtiger Punkt im Mittelstand sei das Thema Unternehmensnachfolge.

Rã¼diger Jacob

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