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Habeck fordert Bundeshilfe für Dorschfischer

Kiel Habeck fordert Bundeshilfe für Dorschfischer

Dorschfischer in Existenzangst. Sie sollen im nächsten Jahr in der Ostsee nur einen Bruchteil der bisherigen Menge fangen dürfen. Über mögliche Hilfsmaßnahmen hat Fischereiminister Habeck mit den Verbänden gesprochen. Nun soll der Bund mit ins Boot.

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Archivbild: Gefangener Dorsch liegt in einer Kiste, aufgenommen am 08.10.2010 im Hafen Barhöft (Mecklenburg-Vorpommern).

Quelle: Stefan Sauer/dpa

Kiel. Schleswig-Holsteins Fischereiminister Robert Habeck will beim Bund Hilfe für die Dorschfischer einfordern. Dies machte der Grünen-Politiker am Freitag in Kiel nach einem Treffen mit Vertretern der Fischerei- und der Anglerverbände deutlich. Hintergrund ist die angekündigte drastische Kürzung der Dorschfangquote. Sie soll im nächsten Jahr in der westlichen Ostsee für die Erwerbsfischerei um 87,5 Prozent verringert werden.

Dies sei existenzvernichtend für die Ostsee-Fischer, deren Hauptfangfisch der Dorsch ist, sagte Habeck. Er will sich unter anderem für Stilllegungsprämien und auch für Umstellungshilfen zugunsten jener Fischer einsetzen, die vom Dorsch auf andere Fischarten wechseln wollen.

Dafür müsste die EU die verwaltungstechnischen Voraussetzungen schaffen. Das Geld käme vom Bund und aus einem EU-Topf. Einige Millionen Euro würden Schätzungen zufolge für die betroffenen deutschen Fischer benötigt.

Seine Vorschläge will Habeck in einem Brief an Bundesminister Christian Schmidt (CSU) darlegen. Die drastische Quotenkürzung hat der für die wissenschaftliche Fangempfehlung verantwortliche Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) für die Erwerbsfischerei vorgeschlagen. Damit würde die deutsche Fangmenge von 2715 auf nur noch 339 Tonnen sinken. Hintergrund ist der fast vollständige Ausfall des Nachwuchsjahrgangs 2015 beim Dorsch.

Mit den Verbandsvertretern sprach Habeck am Freitag über Möglichkeiten, die Folgen der Quotenkürzung abzufedern. Denkbar wäre für Habecks zum Beispiel, Haupterwerbsfischern für dauerhafte Stilllegungen Ausgleichszahlungen zu geben. Die damit nicht genutzten Anteile sollten auf die verbleibenden Fischer verteilt werden. In der deutschen Ostsee sind derzeit 167 Haupterwerbsfischer aus Schleswig-Holstein aktiv. Hinzu kommen 255 im Nebenerwerb.

Nicht von der Quote erfasst ist die Angelfischerei. Habeck zeigte sich dankbar, dass die Angler mit den Berufsfischern solidarisch sein und zu deren Gunsten eigene Fangmengen reduzieren wollten. Dies müsse aber noch genauer geklärt werden.

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