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Wirtschaft im Norden Händler soll Auto zurücknehmen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Händler soll Auto zurücknehmen
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20:18 21.05.2016

Im VW-Abgas-Skandal hat erstmals ein Gericht einen Autohändler dazu verpflichtet, das manipulierte Fahrzeug zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. Das Urteil des Landgerichts München sei am vergangenen Dienstag ergangen, berichtete „Stern TV“. Es handele sich um einen Seat Ibiza mit 1,6 Liter Diesel-Motor vom Typ EA189, der mit der Betrugssoftware ausgestattet sei. Geklagt habe ein Ehepaar aus München.

Volkswagen bestätigte gestern das Urteil. Der Händler werde in Absprache mit dem Konzern Berufung einlegen, hieß es. Entscheidungen anderer Gerichte legten nahe, dass es für die Besitzer der Autos zumutbar sei, die Umrüstung abzuwarten. Die Fahrzeuge könnten bis dahin ohne Einschränkungen im Straßenverkehr genutzt werden. Laut Volkswagen sind deutschlandweit bislang neun Urteile zur Thematik ergangen. Acht unterschiedliche Landgerichte hätten die Klagen der Autobesitzer abgewiesen. Nur das Landgericht München habe in erster Instanz der Klage gegen einen Händler stattgegeben.

Im März hatte das Landgericht Bochum die Klage eines VW-Kunden auf Rückgabe des Autos zurückgewiesen. Die Veränderungen am Abgassystem seien zwar als Mangel einzustufen, entschied das Gericht.

Dieser sei aber vergleichsweise günstig zu beheben. Laut „Stern TV“ heißt es in der Münchener Urteilsbegründung, der Händler habe länger als ein halbes Jahr Zeit gehabt, den Mangel zu beheben. Diese Frist sei ungenutzt verstrichen. Den Klägern müsse daher der Kaufpreis erstattet werden.

VW hat unterdessen mit dem Rückruf der vom Diesel-Skandal betroffenen Caddy-Modelle begonnen. Das Kraftfahrtbundesamt habe die Umrüst-Lösung für die Fahrzeuge mit dem Motortyp EA 189 genehmigt, teilte VW mit. Europaweit würden die Wagen von etwa 10000 Kunden in die Werkstätten beordert.

LN

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