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Handel freut sich über gute Geschäfte

Lübeck Handel freut sich über gute Geschäfte

Allerdings: Weniger Kunden bummeln in Innenstädten.

Lübeck. Der Einzelhandel in der Region ist mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Das war eine der wichtigsten Botschaften beim gestrigen Tag des Norddeutschen Handels in den Lübecker Media Docks. Dort hängte der Einzelhandel die Latte seiner Forderungen an die Politik hoch: „Wir fordern eine gerechtere Besteuerung der Händler“, sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, im Hinblick auf die hohen Belastungen der Branche durch Mieten und Pachten. Der Verband warnte die Kommunen davor, Tourismusabgaben und weitere Belastungen einzuführen – und der Landes-Mindestlohn gehöre abgeschafft.

Insgesamt zeigte sich der Handel im ersten Halbjahr 2016 mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Der bundesweit positive Trend mit einem nominalen Umsatzwachstum in Höhe von 2,5 Prozent zeichne sich auch im Norden ab, so der Verband. „Maßgeblicher Grund für diese Entwicklung ist die nach wie vor robuste Verfassung der Wirtschaft mit einer guten Auftrags- und Beschäftigungslage“, sagte Böckenholt. Allerdings beklagen die Unternehmer die in vielen Innenstadtlagen rückläufigen Kundenfrequenzen. Um dem entgegenzuwirken, gelte es, die Kunden mit Veranstaltungen und besserer Aufenthaltsqualität wieder in die Innenstädte zu locken. „Dafür müssen Stadt, Handel, Gastronomie und Gewerbetreibende gemeinsam aktiv werden“, forderte der Präsident des Handelsverbandes Nord, Andreas Bartmann.

Für die Unternehmer werde es immer schwieriger, die richtigen Mitarbeiter zu finden und zu halten. Zudem wachse die Zahl unbesetzter Berufsausbildungsstellen. Zugleich wagte der Verbandsfunktionär eine düstere Prognose: „Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 bundesweit 50 000 Geschäfte vom Markt verschwunden sein werden.“ Bartmann forderte die Unternehmen auf, sich zunehmend auf die Einflussfaktoren Onlinehandel, aber auch auf das Wetter einzustellen – zum Beispiel bei Sommertextilien, die vielfach schon im August nicht mehr in den Regalen zu finden seien.

Der Verband verlieh zudem den Norddeutschen Handelspreis 2016 an die Gert Griehl GmbG aus Ückeritz auf Usedom. Nach Auffassung der Jury verbinde das Unternehmen mit seinen zehn Standorten entlang der Ostseeküste die Themen Mode, Lifestyle, Genuss und Lebensfreude zu einem „stimmigen Gesamtkonzept“.

In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es etwa 33000 Einzelhandelsbetriebe mit 255 169 Beschäftigten. Die Prognose des diesjährigen Umsatzes beträgt 38,6 Milliarden Euro.

Der Handel stellt jeden zwölften Arbeitsplatz in Deutschland.

jac

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