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Heiße Ware: Neue Trends beim Grillen

Lübeck Heiße Ware: Neue Trends beim Grillen

Der einfache Holzkohlegrill war gestern. Inzwischen kann man sich per Funk ein Signal aufs Smartphone senden lassen, wenn das Fleisch auf dem Rost gar ist. Und auch beim Zubehör sind keine Grenzen mehr gesetzt. Die Grillsaison kann starten.

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Lübeck/Essen. Dazu gibt es jede Menge Zubehör für das Zubereiten im Freien: Wok-Aufsatz, Pizzastein und Plancha-Platte. Die Saison kann beginnen.

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Branche setzt auf Neuheiten – Mit der App zur perfekten Garzeit – Geräte von zehn bis über 3000 Euro.

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„Grillgeräte bieten heutzutage die Möglichkeit, verschiedenste Speisen im Freien zuzubereiten“, sagt Tobias Golisch, Fachberater bei Bauhaus an der Lohmühle in Lübeck. So könnten draußen auch Braten gegart und mit einem Aufsatz größere Mengen Hähnchenschenkel gegrillt werden. Eine Steinplatte, die direkt auf den Grillrost gelegt werden kann, lässt den Pizzaboden schön knusprig werden. „Viele entdecken jetzt neue Varianten des Grillens“, so Golisch. Das romantische Kochen zu zweit lasse sich mittlerweile in den Garten verlegen.

Neu im Citti-Markt ist die Plancha-Platte, die in zehn Minuten auf konstante 280 Grad erhitzt wird. „Sie eignet sich für Scampi, Fisch, aber auch für Nudelgerichte und Cupcakes“, erklärt Anja Wittky, die dortige Abteilungsleiterin Non-Food. „Alles, was mit Flüssigkeit ist, geht da wunderbar, weil nichts anklebt oder anbrennt.“ Sie empfiehlt auch das langsame Grillen auf dem Spieß, wie es in Brasilien bekannt ist. „Viele kennen das aus dem Urlaub“, berichtet Wittky. Damit könne man sogar Tafelspitz draußen zubereiten.

„Das Zubehörgeschäft wird immer wichtiger“, stellt Christian Lerch vom Kölner Handelsforschungsinstitut IFH fest. So gibt es in den Lübecker Geschäften Grillthermometer, solide Lederschürzen für den Grillmeister, schwungvoll geformtes Grillbesteck, ein Grill-Handtuch mit Clip zum Anbringen an den Grill oder den Gürtel oder auch eine Grillbürste aus schönem Holz mit strahlenden Messingborsten.

Denn nach einer bescheidenen Wachstumsrate von 1,7 Prozent im vergangenen Jahr denken die Hersteller nun verstärkt über das Geschäft rund um den eigentlichen Grill nach. Noch vor wenigen Jahren hatte die neue Lust am Kochen unter freiem Himmel der Branche zweistellige Zuwachsraten beschert.

Ein Grill wird nach Auskunft des Anbieters Weber im Schnitt nach knapp sieben Jahren ausgemustert. Dafür lohnt es sich schon, in ein gutes Gerät zu investieren. Oft gehe es auch darum, einfach ein moderneres Gerät anzuschaffen, sagt Marketing-Direktorin Simone Weber. Für das US-Unternehmen ist Deutschland mittlerweile der zweitwichtigste Markt hinter den USA.

„Von zehn Kunden nehmen acht inzwischen einen Gasgrill“, berichtet Chris Schlei, Verkäufer im Hagebaumarkt in Lübeck. Damit sei man flexibler, könne spontan grillen. „Schon nach zehn Minuten ist der Grill bei 250 Grad.“ Zudem sei es die gesündeste Art zu grillen, betont er. Aber auch Holzkohle, Pellets und Elektro-Grills seien gefragt. Schlei kann den Kunden 120 verschiedene Geräte präsentieren – von einem Party-Grill für knapp zehn Euro bis zum technisch ausgefeilten Gerät zu 3400 Euro. Seine Empfehlung für diesen Sommer ist ein 3-Brenner-Gasgrill mit gusseisernem Rost. Per Sonde misst ein Bratenthermometer die Kerntemperatur im Grillgut. Diese wird wird per Bluetooth ans Smartphone gesendet – ein Signal zeigt schließlich an, wann beispielsweise das Steak perfekt gegrillt ist. „Die Geräte laufen super“, berichtet Schlei. Längst interessierten sich nicht nur junge Leute für die moderne Technik.

Wer sich nicht gleich einen neuen Grill zulegen will, kann sein altes Modell auch aufrüsten. So gebe es jetzt gusseiserne Roste, erzählt Golisch. „Sie haben eine bessere Hitzeverteilung als Edelstahl.“ Er präsentiert dann noch einen „Persischen Salzblock“, der direkt auf den Grill gelegt werden kann. Darauf kommt dann das Fleisch, das das Salz aus dem Stein langsam annimmt. So genannte Smoking- Chips sollen für ein besonderes Aroma sorgen. Die kleinen Holzspäne etwa aus Kirschen-, Erlen- oder Walnussholz werden einfach zwischen die Holzkohle gemischt. Wer es ausgefallen mag: Auch mit Whisky oder Wein aromatisiertes Holz ist im Programm.

Ein Milliardengeschäft

1,2 Milliarden Euro wurden nach Auskunft des Instituts für Handelsforschung (IFH) im vergangenen Jahr in Deutschland für Grillgeräte, Brennstoffe und Grillzubehör ausgegeben. Rund zwei Drittel des Umsatzes davon entfielen auf Grillgeräte. Gekauft werden sowohl kleine Modelle für unterwegs, als auch teure Geräte, für man bis zu 6000 Euro ausgeben kann.

Gekauft wird der neue Grill meist im Baumarkt, wo das Sortiment seit einiger Zeit auch in den Wintermonaten nicht mehr beiseite geräumt wird. Seit etwa drei bis vier Jahren gebe es den Trend zum „Ganzjahresgrillen“, so die Konsumforscher aus Köln.

 Julia Paulat

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