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Wirtschaft im Norden Hendricks fordert kleinere Ställe
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21:15 24.08.2016
Will Mega-Tierställe ausbremsen: Barbara Hendricks. Quelle: dpa
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Berlin

. Mit dem Baurecht will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der Massentierhaltung beikommen. Sie habe nach Hebeln gesucht, um die „Fehlentwicklung bei der Tierhaltung einzudämmen“, sagte Hendricks. Eine Mehrheit der Bevölkerung lehne die Massentierhaltung ab. Der Fleischkonsum im Inland sinke, die Produktion steige weiter. Die großen industriellen Agraranlagen hätten „gravierende Umweltauswirkungen“. Das Fleisch werde exportiert, die Umweltschäden blieben.

Die SPD-Politikerin, die auch Bauministerin ist, stellte Pläne vor, nach denen Massenställe künftig nur noch dort gebaut werden könnten, wo eine Gemeinde einen entsprechenden Bebauungsplan erlassen hat. Sie sei „sehr zuversichtlich“, dass sie sich mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) verständigen könne, sagte Hendricks. Dann seien die Änderungen rasch möglich.

Vom Bauernverband kam Protest, während Umwelt- und Tierschützer von einem vernünftigen Schritt sprachen. Heute können Agrarbetriebe ohne Bebauungsplan Ställe für die Massentierhaltung bauen, sofern sie über so viele Flächen verfügen, dass sie theoretisch die Hälfte des Futters selbst erzeugen könnten. Diese Privilegierung wolle sie abschaffen, sagte Hendricks. Wäre künftig ein Bebauungsplan erforderlich, könnten die Gemeinden entscheiden, ob und wo Riesen-Ställe gebaut werden. Für kleinere Betriebe sollen die Verschärfungen nicht gelten.

LN

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