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Hier wird saubere Luft in Handarbeit produziert

Reinfeld Hier wird saubere Luft in Handarbeit produziert

Bei Camfil in Reinfeld baut Andrea Stolp (49) Filter für Filter zusammen.

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Filter zusammenbauen – das ist die tägliche Aufgabe von Andrea Stolp (49) in der Firma Camfil in Reinfeld.

Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Reinfeld. Es ist die Handarbeit, die den Arbeitstag von Andrea Stolp prägt. Als Mitarbeiterin in der Produktion ist die 49-Jährige bei der Camfil KG in Reinfeld, dem weltweit führenden Anbieter von Luftfiltern und Luftreinigungssystemen, tätig. Seit 1995 ist die Mitarbeiterin im Unternehmen und dort in vielen Gebieten einsetzbar. Eine ihrer täglichen Tätigkeiten ist die Zusammensetzung von Luftfiltern.

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Bei Camfil in Reinfeld baut Andrea Stolp (49) Filter für Filter zusammen.

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Weltweit 4000 Mitarbeiter

Das 1967 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz mit rund 350 Mitarbeitern für Verwaltung, Produktion und Entwicklung in Reinfeld. Weltweit arbeiten etwa 4000 Mitarbeiter in 26 Produktionsstätten, sechs Forschungs- und Entwicklungsstandorten und in 50 Ländern mit Camfil-Vertretungen und Vertriebsbüros. Die Camfil AB, der schwedische Mutterkonzern, wurde 1963 gegründet.

Die Handgriffe scheinen simpel, und doch geht es um Präzisionsarbeit. In die Frontplatten eines späteren Filters setzt die Mitarbeiterin zunächst die Seitenteile ein. Das geschieht nicht mit der Maschine, sondern per Hand. An diesem Tag setzt sie einen Vorfilter zusammen. Das Zusammenstecken der Teile findet am Verpackungsband statt. Damit Andrea Stolp bauen kann, werden die Einzelteile für das Filter – im Fachjargon heißt es tatsächlich das Filter – benötigt: Plastikteile, die in der Regel im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Hinzu kommen die Filterpakete, durch die später die Luft gefiltert und gereinigt wird, und die Filterrahmen, die das Ganze zusammenhalten. Die Filtereinsätze werden bei Camfil produziert.

Das Stecken der einzelnen Teile ist Handarbeit, während der Prozess des Verklebens maschinell erfolgt. Sind die Filter fertig zusammengesteckt, transportiert sie ein Transportband zum Verkleben.

„Der Vorgang ist automatisiert“, erklärt die Frau aus der Produktion. Die Filter werden auf einzelne Schlitten gezogen und zur Gießanlage gefahren. Die Anlage misst mittels Sonden die Größe der einzelnen Filter. „Jeder Filter hat sein eigenes Programm“, sagt die Fachkraft. Nach und nach füllt die Anlage die exakt berechnete Menge Kleber an die Filter. Das, was Stolp und die anderen Produktionsmitarbeiter zusammenbauen und was die Gießanlage verklebt, findet später bei den Kunden beispielsweise in Lüftungsanlagen für Einkaufszentren, Lebensmittelproduktionsstätten, Krankenhäusern, Bürogebäuden, Museen oder Flughäfen Verwendung. „Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig“, sagt Camfil-Sprecher Lars Sandte. Zweck der Lüfter sei es, die Mitarbeiter der Objekte vor Pollen oder Bakterien zu schützen und die Luft sauber zu halten, so Sandte. Daneben produziert Camfil auch Filter für Hochsicherheitslabore. Für saubere Luft von Hand – Tag für Tag.

In dieser Serie erläutern wir interessante Arbeitsschritte aus Firmen der Region. Soll Ihr Unternehmen auch erscheinen? Bewerben Sie sich gerne per E-Mail! Die Adresse: wirtschaft@ln-luebeck.de

 Rüdiger Jacob

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