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Wirtschaft im Norden Hokuspokus um höhere Zinsen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Hokuspokus um höhere Zinsen
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18:10 03.06.2017
Lübeck

Ganz kurz flackerte der Begriff „Zinserhöhungen“ auf – wenn dafür die Bedingungen stimmen. Schon fiel im Mai die Inflationsrate von 1,9 auf 1,4 Prozent. Nichts wird teurer, außer das, was im statistischen Warenkorb nicht auftaucht. Ich halte das für Fake News, denn wo bitte gibt's diese Teuerungsraten? Ich würde gerne dorthin umziehen. Den Hokuspokus um höhere Zinsen glaube ich erst, wenn es wieder Zinsen gibt oder es im Geldbeutel klingelt. Die DZ Bank gab neulich an, dass deutschen Sparern die Nullzinspolitik bislang 436 Milliarden Euro gekostet hat. Apropos, in Italien soll das kleine Klimpergeld verschwinden. Seine Herstellungskosten übersteigen den Nennwert. Erstaunlich bei so wenig Inflation! Auch in den Niederlanden und Finnland verschwinden die kleinen Münzen.

Wenn dazu auf der oberen Seite der 500er Schein abgeschafft wird, ist die Bargeldabschaffung doch gut unterwegs. Wahrscheinlich gehört sie auch zur „Eurorettung“. Unterdessen hat man ausgerechnet, dass diese den deutschen Steuerzahler einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten könnte, sollte das Euro-Projekt scheitern. Damit hätte man Straßen sanieren können, auf denen der Aufschwung fährt und sich dabei selbst überholt. Ohne das Zutun der EZB kann der Euro nicht laufen. Und ohne den Euro braucht es keine EZB. Damit rettet die EZB eigentlich sich selbst. Also machen Sie sich keine Sorgen. Theoretisch wird er wie die Mauer in der DDR noch in tausend Jahren existieren. Ob man ihn dann noch als Währung erkennen kann? Dabei wäre das angebliche Problem mit der mickrigen Inflation einfach zu lösen: Zum einen, indem man richtig rechnet, und zum anderen, wenn die EZB das Geld den Leuten direkt überweist und nicht den Banken. Wenn schon Geld-Sozialismus, dann aber richtig! Aber mich fragt ja keiner.

LN

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