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Hotelzimmer im Norden: Begehrt wie nie zuvor

Lübeck Hotelzimmer im Norden: Begehrt wie nie zuvor

Auslastung in Kiel und Lübeck deutschlandweit mit größter Steigerung — Zahl der Besucher aus dem Ausland nimmt um sechs Prozent zu.

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Landes-Dehoga-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis.

Quelle: Dehoga

Lübeck. Die robuste Konjunktur in Deutschland beschert auch den Hoteliers im Norden gute Geschäfte. Hotelzimmer in Kiel und Lübeck waren im Vorjahr gefragt wie nie zuvor. In der Auslastung der Zimmer warteten die Hotels in beiden Städten nach einer bundesweiten Umfrage des Hotelverbandes IHA für das Jahr 2015 sogar mit den größten Steigerungen auf. In Lübeck kletterte die Zimmerauslastung binnen Jahresfrist um 10,6 Prozent auf 64,8 Prozent. In Kiel gab es einen Zuwachs um 6,2 Prozent auf 72,4 Prozent Auslastung. Zum Vergleich: Köln legte um 4,3 Prozent, Berlin um 2,3 Prozent zu. Rostock verzeichnete dagegen sogar ein leichtes Minus von 0,4 Prozent.

Dehoga-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis nannte als Gründe für den boomenden Hotelmarkt im Land zwischen den Meeren die seit Jahren wachsende Nachfrage von inländischen Touristen nach Erholung sowie nach kulturellen Erlebnissen vor allem in den beiden großen Städten des Landes. Wahrscheinlich trage auch die unsichere Lage in einigen Urlaubsländern, etwa Türkei oder Ägypten, zum Wachstum des Nord-Deutschlandtourismus bei.

Die Zahlen bei ausländischen Gästen, die vor allem aus Skandinavien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, aber auch aus Großbritannien oder den USA kommen, seien „absolut positiv“, sagte Scholtis den LN. Die Übernachtungszahlen von ausländischen Gästen stiegen um satte sechs Prozent auf rund zwei Millionen. Das ehrgeizige Ziel des „echten Nordens“ sind 2,5 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020. Als „Glückswachstumgebiet“ präsentiert sich der Norden auf zahlreichen Tourismusmessen im Ausland. Und mit Blick auf den touristischen Konkurrenten im Nordosten, Mecklenburg-Vorpommern, meinte Scholtis kämpferisch: „Der Aufholprozess läuft auf vollen Touren.“

Mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 94 Euro pro Nacht erzielten die Häuser in Lübeck einen Ertrag je Zimmer von 61 Euro. Das war ein Plus im Vergleich zu 2014 von immerhin 14,5 Prozent. Der Zimmerpreis in Kieler Hotels liegt im Schnitt bei 82 Euro, womit ein Ertrag von 59 Euro — ein Plus von 11,8 Prozent — erzielt wurde.

Sorgenfalten bereitet den Hotelliers die anhaltende Debatte um die Bettensteuer, die gegenwärtig in Flensburg als Beherbergungsabgabe erhoben wird. Dehoga-Hauptgeschäftsführer Scholtis lehnt die einseitige, bürokratische und nach seiner Meinung auch verfassungswidrige Abgabe auf private Übernachtungen ab. Sein Verband trägt dagegen die „Tourismusabgabe für alle“ mit, wie sie beispielsweise die Hansestadt Lübeck zum 1. Januar 2017 einführen will.

Zwiespältig werden von den Beherbergungsbetrieben im Norden Internet-Buchungsportale betrachtet. Einerseits können sie für eine bessere Auslastung der Häuser sorgen. Auf der anderen Seite jedoch macht die enorme Macht der Portale, mit der sie Preise diktieren können, vielen Sorge. Scholtis sprach sich deshalb für gesetzliche Regeln aus, nach denen Hotels und Portale fair zusammenarbeiten können.

Von Reinhard Zweigler

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