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Wirtschaft im Norden IG Metall erhöht den Druck
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20:14 08.01.2018
Auch Porsche-Mitarbeiter legten gestern für kurze Zeit ihre Arbeit nieder. Quelle: Foto: Murat/dpa
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Stuttgart

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie überzieht die IG Metall die Branche bundesweit mit Warnstreiks. Gestern war unter anderem der Autobauer Porsche in Stuttgart betroffen, wo nach Angaben der Gewerkschaft am Morgen mehr als 3000 Beschäftigte für eine Stunde die Arbeit niederlegten. Unmittelbar nach Mitternacht hatten schon Mitarbeiter von Firmen im fränkischen Aschaffenburg und im westfälischen Iserlohn die Arbeit für kurze Zeit ruhen lassen.

Auch die IG Metall Küste zog mit. Den Auftakt machten gestern die Arbeitnehmer des Unternehmens Leoni Special Cables im niedersächsischen Friesoythe. Heute folgen die Eisengießerei Dinklage und die Firma Broetje in Rastede (beide ebenfalls Niedersachsen). Am Mittwoch sollen die Warnstreiks auf Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ausgedehnt werden. Am Donnerstag ist nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ ein Warnstreik bei Dräger geplant.

„Wenn sich am Verhandlungstisch nichts tut, dann werden die Arbeitgeber schnell spüren, wie sauer ihre Belegschaften sind“, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern sowie pflegende Angehörige sollen einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren – was die Arbeitgeber kategorisch ablehnen.

LN

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