Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
IG Metall übergibt ihre Forderung an den Dräger-Chef

Lübeck IG Metall übergibt ihre Forderung an den Dräger-Chef

Die Forderung der Industriegewerkschaft (IG) Metall für die kommende Tarifrunde ist seit vergangenem Montag beschlossen: Für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ...

Voriger Artikel
Bessere Zeiten für Wismarer Werft?
Nächster Artikel
Lebenserwartung auf neuem Rekordhoch

Stefan Dräger (v. l.) bekommt die Forderung der IG Metall von Daniel Friedrich und Dräger-Betriebsrat Siegfrid Kasang überreicht.

Quelle: Neelsen

Lübeck. Die Forderung der Industriegewerkschaft (IG) Metall für die kommende Tarifrunde ist seit vergangenem Montag beschlossen: Für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie soll es fünf Prozent mehr Lohn geben. Vertreter der IG Metall Küste übergaben die Forderung gestern an die Geschäftsführung von Dräger.

Vor dem Werkstor des Unternehmens in der Revalstraße hatten sich rund 50 Mitarbeiter versammelt. „Bei Dräger bietet es sich an, diese Übergabe persönlich zu machen, um gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation den Mitarbeitern den Rücken zu stärken“, sagt Daniel Friedrich, Geschäftsführer der IG Metall Lübeck-Wismar. „Denn die verschiedenen Probleme hier sind nicht durch Lohnverzicht zu lösen, sondern die Strukturen müssen verändert werden.“

Der Medizin- und Sicherheitsgeräte-Hersteller hatte schon im vergangenen Herbst angekündigt, aufgrund eines Umsatzeinbruchs 200 Stellen am Lübecker Stammsitz abzubauen. Zudem wurde erst vor einer guten Woche Lieferanten und Geschäftspartnern von Dräger angekündigt, dass das Unternehmen Rechnungen zukünftig mit einer verlängerten Frist von 45 Tagen bezahle. „In der aktuellen Situation fünf Prozent mehr Entgelt zu fordern, ist irrational und verantwortungslos“, sagt Dräger-Personalvorstand Reiner Piske. Auch der Arbeitgeberverband Nordmetall argumentierte gegen die Forderung der IG Metall. „Die Produktivität der Metall- und Elektroindustrie ist seit 2008 um zwei Prozent gestiegen, die Löhne aber um 20 Prozent“, sagt Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger. „So viel mehr zu verteilen, kann nur ein paar Jahre gut gehen, denn man kann eben nur den Kuchen verteilen, der auch gebacken wird.“ Er sorge sich darum, dass durch die Lohnentwicklung viele Arbeitsplätze ins Ausland, zum Beispiel nach Polen, verlegt würden.

Die Verhandlung über die Tariferhöhung beginnt am kommenden Donnerstag in Oldenburg und wird am 14. April in Hamburg fortgesetzt.

Von lsc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lübeck
Der Hauptsitz der Firma Dräger, aufgenommen am 08.03.2013 in Lübeck (Schleswig-Holstein).

Der Lübecker Dräger-Konzern, einer der führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik, blickt auf ein enttäuschendes Geschäftsjahr zurück: Der Gewinn brach 2015 um 62 Prozent ein. 350 Stellen im In- und Ausland werden abgebaut. Der Konzern will 100 Millionen Euro sparen. Die Dividende wird gekürzt.

mehr
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 12.992,00 -0,39%
TecDAX 2.493,50 -1,03%
EUR/USD 1,1837 +0,37%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

SAP 95,64 +0,72%
FMC 82,48 +0,58%
RWE ST 21,30 +0,38%
DT. BÖRSE 91,10 -2,04%
CONTINENTAL 213,02 -1,37%
BMW ST 87,10 -1,28%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 214,55%
Commodity Capital AF 153,66%
Apus Capital Reval AF 120,25%
Allianz Global Inv AF 116,43%
WSS-Europa AF 113,87%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.